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Datenübersicht Januar 2016

(Legende Abkürzungen)

 

 

TX

TN

TN5

RR24

SD24

QFF12

G24

01.01.2016

7,1

3,8

-1,2

1,4

1,9

1025,7

24

02.01.2016

3,8

1,5

-2,6

0,0

0,0

1013,0

41

03.01.2016

1,8

-0,3

-0,5

3,5

0,0

1006,0

39

04.01.2016

-1,7

-2,4

-2,4

3,4

0,0

991,2

39

05.01.2016

-0,7

-3,1

-3,2

2,9

0,0

994,8

30

06.01.2016

-3,0

-4,4

-4,3

0,1

0,0

1001,4

31

07.01.2016

3,2

-4,0

-3,9

2,5

0,0

994,4

67

08.01.2016

7,6

3,2

2,0

8,2

5,9

1001,8

63

09.01.2016

7,5

2,1

-0,2

0,0

3,7

1001,2

37

10.01.2016

8,9

2,5

0,4

0,6

4,2

991,9

46

11.01.2016

5,9

2,4

-1,5

1,2

0,0

987,8

31

12.01.2016

6,4

4,6

2,5

5,7

0,0

993,9

41

13.01.2016

6,3

3,7

2,7

4,2

1,1

1011,1

44

14.01.2016

4,3

1,4

-0,7

1,7

0,0

1003,8

42

15.01.2016

2,6

0,3

0,0

9,4

0,0

1009,0

26

16.01.2016

1,9

-0,4

-5,4

0,1

0,0

1015,7

41

17.01.2016

0,0

-1,2

-2,8

2,1

0,5

1026,6

28

18.01.2016

0,0

-6,6

-13,0

0,0

 

1021,5

 

19.01.2016

 

 

 

 

 

 

 

20.01.2016

 

 

 

 

 

 

 

21.01.2016

 

 

 

 

 

 

 

22.01.2016

 

 

 

 

 

 

 

23.01.2016

 

 

 

 

 

 

 

24.01.2016

 

 

 

 

 

 

 

25.01.2016

 

 

 

 

 

 

 

26.01.2016

 

 

 

 

 

 

 

27.01.2016

 

 

 

 

 

 

 

28.01.2016

 

 

 

 

 

 

 

29.01.2016

 

 

 

 

 

 

 

30.01.2016

 

 

 

 

 

 

 

31.01.2016

 

 

 

 

 

 

 

 

[Dezember 2015]

 

 

 

 



 

 

 

Dezember 2015: Allzeit-Wärmerekord und deutlich zu trocken

 

[15. Januar 2016]

 

Seit 15 Tagen ist er nun Geschichte ... einer der extremsten, wenn nicht DER extremste Monat in der Geschichte Schlickelder Wetter- bzw. genauer Temperaturaufzeichnungen. Man muss schon fast alles an Superlativen aufbieten, um diesem Ausnahmemonat in der Bilanzbeschreibung einigermaßen gerecht zu werden. Einiges von dem, was man in den 31 vergangenen Dezembertagen fast tagtäglich miterleben konnte bzw. musste, hatte man zuvor fast nicht für möglich gehalten. Ob Grillfeste an Weihnachten, frühlingshafter Amselgesang zum Mettinger Kirchgang an Heiligabend oder von Insekten umschwärmte Obstblüten ... oftmals wähnte man sich inmitten eines meteorologischen Kunstwerkes des Surrealismus. Doch schauen wir uns diesen ungewöhnlichen Monat im Rückblick nochmals etwas genauer an.

 

WR-Dez-2015Was genau war nun so außergewöhnlich an der Wetterlage im Dezember 2015? Um dies zu verstehen, müssen wir unseren Blick über die Grenzen Europas hinaus ausweiten. Und zwar bis weit hinaus auf den Nordatlantik und Richtung Kanada. Mit einer ungewöhnlichen Stabilität ergossen sich dort aus dem nordkanadischen Raum sehr kalte Luftmassen auf den Nordatlantik. Sie sorgten dort unaufhörlich für die Entstehung von Tiefdruckgebieten, die auf einer südlichen Bahn nach Osten zogen und vor allem in Zusammenarbeit mit einem kräftingen und sehr stabilen Hoch über Südosteuropa an ihrer Vorderseite fortwährend Warmluft von Süden bzw. Südwesten heranschaufelten, die mit einer kräftigen Strömung immer wieder große Teile Europas überflutete. Jeder Ansatz einer Strömungsentwicklung von Norden oder Nordosten in unseren Bereich konnte damit sehr wirkungsvoll und hartnäckig unterbunden werden, die Kälte weit auf Abstand gehalten werden. In der nebenstehenden Tabelle sehen Sie die einzelnen Tagesmittelwerte der Windrichtung in knapp 11 Metern Messhöhe am Schlickelder Windmast, sowohl in Grad (0°=Nordwind / 180°=Südwind) als auch mit Richtungsbezeichnung. Hinzu kam der oftmals noch bis in unseren Bereich hinein wirksame Einfluss des Hochs im Südosten, welches seinerseits für überdurchschnittlich viel Sonne und damit eine weitere Erwärmung sorgen konnte.

 

TempDia1215Die Temperaturfakten in Zahlen: Mit einer unglaublichen Monatsmitteltemperatur von 8,9°C erreichte der Dezember 2015 eine Temperaturabweichung gegenüber der Referenzperiode 1981-2010 von sage und schreibe +6,1 K! Gegenüber der alten, von der WMO weiterhin verwendeten Normalperiode 1961-1990 ergab sich sogar ein Plus von 6,4 K. Dies ist nicht nur die größte positive Temperaturabweichung eines Dezembers seit Aufzeichnungsbeginn, sondern sogar der bislang größte Wert einer Temperaturabweichung eines Monates überhaupt gegenüber dem entsprechenden Normalwert in der Schlickelder Stationsgeschichte ... sowohl nach oben als auch nach unten. Nie zuvor wich die Temperatur eines Monates hier so weit vom entsprechenden vieljährigen Mittel ab. Paradoxerweise war es ebenfalls ein Dezember, nämlich jener von 2010, der diesbezüglich den bisherigen “Abweichungsrekord” hielt ... und zwar um 5,7 K nach unten (Monatsmittel -2,9°C). Zwei Dezember, nur fünf Jahre voneinander entfernt, deren Temperaturverhältnisse kaum extremer auseinander liegen könnten. Auch dies beweist einmal mehr die enorme natürliche Schwankungsbreite an Witterungsverläufen, die auch hierzulande möglich ist.

 

Doch hinter der einzelnen nüchternen Zahl 8,9°C verbergen sich weitere beeindruckende Fakten. Nicht nur, dass der Dezember 2015 mit diesem Monatsschnitt ziemlich genau das normale Temperaturniveau eines Aprils (!) erreichte. Er zog sogar mit dem vorangegangenen November und Oktober (ebenfalls je 8,9°C) gleich! Ein herbstlicher bzw. winterlicher Temperaturrückgang fand also praktisch nicht statt. Da wundert es dann kaum mehr, Dezember-Frosttagedass die Lufttemperaturen in der offiziellen Messhöhe von zwei Metern über Grund vom 1. bis 31.12. zu keinem Zeitpunkt unter 0°C fielen (13.12. Tmin 0,0°C). Der zweite, wenn auch äußerst knappe frostfreie Dezember in der Stationsgeschichte überhaupt (siehe Diagramm links). Bereits seit dem 23. November (-0,4°C) hatte sich kein “Minus” mehr auf die Schlickelder Temperaturanzeige verirrt. An 25 von 31 Tagen erreichten oder überschritten die Tageshöchsttemperaturen zum Teil deutlich die 10-Grad-Marke. An insgesamt 12 Tagen lag sogar der Tagesdurchschnitt (Mittel aus 24 Stundenwerten) über 10°C und an nicht weniger als sechs Tagen sank die Temperaturkurve zwischen 0 und 24 Uhr nicht einmal unter 10°C ab! Auch diese Daten praktisch alle neue Rekorde für den Monat Dezember! Absolut extrem: Ausgerechnet der zweite Weihnachtstag mit einer Tagesmitteltemperatur von 13,0°C. Ein Wert der in normalen Jahren etwa gegen Mitte Mai erstmals erreicht wird! Lediglich ein Rekord blieb dem diesjährigen Dezember verwehrt: Die absolute Temperaturspitze. Diesen verteidigt auch weiterhin der 5. Dezember 2006, an dem das Quecksilber bis auf einen “Vollfrühlingswert” von 15,8°C empor kletterte. Exakt ein Grad weniger schaffte aber auch der diesjährige Dezember am 17. Tag des Monats, und damit einen deutlichen neuen Bestwert für die zweite Dezemberdekade (11.-20.12.). Dies zeigt, dass es zwar früher durchaus in einem Dezember auch schon höhere Einzeltemperaturen als jetzt gab. Die ungewöhnliche Fortdauer und Stabilität des Warmluftstromes im Dezember 2015 aber ist das wirklich außergewöhnliche, auch wenn er in früheren Jahren kurzzeitig durchaus schon intensiver war.

 

NiedDia1215Weniger extrem, dennoch aber markant gestalteten sich die Niederschlagsverhältnisse im außergewöhnlichen Dezember 2015. Mit einer Gesamtniederschlagssumme von 54,3 Litern pro Quadratmeter blieb der Monat fast ein Drittel unterhalb des vieljährigen Normalwertes (1981-2010: 79 L/m²). Eindeutige Niederschlagsschwerpunkte im Monatsverlauf sind kaum auszumachen, am ehesten im Zeitraum um den 12.12. herum. So registrierten die Schlickelder Messgeräte die größte 24 Stunden-Summe am 11. Dezember mit 9,5 Liter/m², während auf der anderen Seite 11 von 31 Tagen mit Summen von unter 0,1 Litern weitgehend trocken blieben. Schnee, wen wundert´s, fiel im Dezember 2015 keiner. Gewitter wurden ebenfalls keine registriert. Die maximale Niederschlagsrate zeichneten die Messgeräte am Nagelmanns Moor am 13.12. mit kurzzeitig bis zu 0,5 Litern pro Minute auf.

 

SonnDia1215Und wir wurden von der Sonne verwöhnt im letzten Monat des Jahres ... Und wie! Mit insgesamt 56 Stunden und 48 Minuten strahlte uns unser Zentralgestirn fast 18 Stunden länger ins Gesicht, als es für einen Dezember üblich wäre. Dies entspricht einem Sonnenplus von 46 Prozent und markiert damit den sonnigsten Dezember seit 7 Jahren. Wie zu Anfang bereits erwähnt, ist dies vorwiegend auf den oftmals bis zu uns reichenden und sehr stabilen Einfluss des Hochs über Süd- bis Südosteuropa zurückzuführen. Dies schlug sich z.B. auch deutlich im höchsten Dezember-Luftdruckmittel seit Aufzeichnungsbeginn vor knapp 16 Jahren nieder (siehe unten). Die größte tägliche Sonnenausbeute konnte der 8. Dezember für sich verbuchen. Zwischen Sonnenauf- und -untergang kamen 6 volle Sonnenstunden zusammen. Das entspricht immerhin 76 Prozent, des an diesem Tag astronomisch möglichen Wertes. Gänzlich sonnenlos blieben dagegen insgesamt 7 Tage.

 

Die weiteren Monatswerte im Überblick (Abweichung in Klammern): Mittl. Relative Feuchte 84 % (-2 %), Mittl. Luftdruck 1022,9 hPa (+8,2 hPa), Mittl. Windgeschwindigkeit 14,0 km/h, Summe Niederschlagsdauer 90 Std..

 

 

 


 

 

 

Extremes Glatteis durch intensiven Eisregen

 

[05. Januar 2016]

 

Eisregen

Eisregen+

Der intensivste Eisregen seit Jahren hat bei Temperaturen zwischen -2 und -3°C am gestrigen Abend und in der Nacht zu heute verbreitet für extremes Glatteis auf Straßen und Wegen geführt und alles mit einem mehrere Millimeter dicken Eispanzer überzogen. Es kam zu unzähligen Verkehrsunfällen sowie -behinderungen in der Region, z.T. wurde der öffentliche Nahverkehr vorübergehend ganz eingestellt. Besonders betroffen war auch der Raum Osnabrück.
(Fotos links: Eispanzer an Messgeräten und Bewuchs im Stationsumfeld.)

 

Ursächlich für die besondere Wetterlage war und ist noch immer eine sehr markante Luftmassengrenze, die seit Tagen milde Luft im Südwesten von sehr kalten Luftmassen im Nordosten Deutschlands trennt und nahezu genau über unserer Region verläuft. So lagen die Tageshöchsttemperaturen heute zwischen -10°C in Teilen Mecklenburg-Vorpommerns und über +9°C im Westen und Süden NRWs. Selbst in Emsdetten, nur etwa 25 Kilometer von Schlickelde entfernt, erreichte das Quecksilber heute über +5°C, während Schlickelde bei maximal -0,7°C dauerfrostig blieb. Typischerweise für eine solche Luftmassengrenze gibt es aber nicht nur horizontal enorme Temperaturunterschiede, sondern auch vertikal mit der Höhe. Wegen der geringeren Dichte gleiten warme Luftmassen in der Höhe von Südwesten über die schwerere und entgegengesetzte kalte Bodenströmung aus Osten. Niederschlagsteilchen in Form von flüssigem Wasser fallen somit, vereinfacht gesprochen, aus wärmeren Luftschichten in der Höhe in die bodennahe Kaltluft hinein ... der Eisregen ist perfekt! Die sehr stationäre Luftmassengrenze begründet damit auch die lange Dauer der aktuellen Glatteislage, während vergleichbare Ereignisse typischerweise im Bereich winterlicher Warmfronten eines Tiefdruckgebietes durch deren Fortbewegung meist recht rasch innerhalb weniger Stunden durch die nachdrängende Warmluft ausgeräumt werden.

 

Erst am Donnerstag (7.1.) wird die Kaltluft durch Verschiebung der Luftmassengrenze voraussichtlich dann auch bei uns endgültig verdrängt.

 

 

 


 

 

 

FroheWeihnachten2015+03

 

 

Hiermit wünsche ich allen treuen Leserinnen und Lesern

 

dieser Seiten ein schönes Weihnachtsfest und

 

ein glückliches neues Jahr 2016!

 

 

(Andre Hergemöller)

 

 

 


 

 

 

Wärmstes Weihnachtsfest der Stationsgeschichte

 

[29. Dezember 2015]

 

Weihnachtsvergleich

Weihnachtsgrillen26122015

13,2°C zu Heiligabend, 13,0°C am ersten und sogar bis zu 14,2°C am zweiten Weihnachtstag ... Schlickelde erlebte in diesem Jahr das wärmste Weihnachtsfest seit Beginn durchgehender Temperaturaufzeichnungen im Jahr 1989.

 

Der über alle drei Tage gemittelte Höchst- und Tiefstwert von 13,5 bzw. 8,1°C reichte sogar, die bisherigen Spitzenreiter 1997 und 2012 recht deutlich zu übertreffen. Beachtlich auch der 24stündige Tiefstwert vom 26.12., an dem die Temperaturen zwischen 0 und 24 Uhr zu keinem Zeitpunkt unter 11,1°C sanken. Mit einem Tagesmittel von sage und schreibe 13,0°C (24 Stunden-Werte) erreichte der zweite Weihnachtstag sogar das Temperaturniveau eines normal temperierten Tages Mitte Mai! Da konnte man auch in Schlickelde im Rahmen eines gemütlichen “Weihnachtsgrillens” auf dem heimischen Balkon schon mal beherzt zur Bratwurst greifen ... zumal die meiste Zeit auch die Sonne mit von der Partie war.

 

Weiter auf geradezu historischem Rekordkurs befindet sich auch nach wie vor der Monat Dezember in seiner Gesamtheit. Alle Auswertungen dazu dann Anfang Januar hier auf der Webseite.

 

(Foto links: “Weihnachtsgrillen” am 26.12.2015 bei über 14 Grad und und Sonnenschein am Nagelmanns Moor in Schlickelde)

 

 

 

 


 

 

 

Ausnahme-Dezember auf Rekordkurs

 

[23. Dezember 2015]

 

Dank einer ungewöhnlich stabilen Druckkonstellation mit anhaltend hohem Luftdruck im Südosten und Tiefdruckeinfluss im Nordwesten Europas, die mit einer daraus resultierenden kräftigen Südwestströmung nun schon seit Wochen sehr milde Luftmassen zu uns transportiert, steuert der Dezember 2015 weiterhin zielstrebig einem bislang einmaligen Rekord entgegen. Nie zuvor seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Deutschland erreichte ein Dezember eine derart große Temperaturabweichung gegenüber dem vieljährigen Normalwert. Ja mehr noch ... möglicherweise ergibt sich an einigen Stationen sogar die größte Monatsmitteltemperatur-Abweichung eines Monates überhaupt. Nach aktuellem Stand bis einschließlich 22.12. mitteln sich alle Tagesdurchschnittstemperaturen in Schlickelde bislang zu einem Wert von 8,9°C. Das entspricht einer fast unglaublichen Abweichung gegenüber dem vieljährigen Normalwert der Periode 1981-2010 von fast genau 6 K. Nie zuvor in der Schlickelder Klimareihe erreichte ein Monat einen derartigen Differenzwert ... weder nach oben, noch nach unten. Bisheriger Rekordhalter: Ausgerechnet der Schnee-Dezember 2010 vor fünf Jahren. Auch dieser brachte mit 5,7 K nämlich  eine ähnlich große Abweichung zustande ... allerdings in die andere Richtung!

 

Viele Zahlen und nüchterne Rechnungen ... die die Natur durch beeindruckende Bilder und Impressionen mit Leben erfüllt:

 

 

Dez-Vergleich2++

Dez-Vergleich3++

Blattaustrieb Haselnuss                                                                    Brombeerblüten mit Ameisen

 

 


 

 

 

Rekordtemperaturen: Frühling im Dezember

 

[17. Dezember 2015]

 

Monat auf Rekordkurs ... Ein Dezember, der sich auf gutem Wege zum wärmsten der Aufzeichnungsgeschichte befindet, hat heute einen weiteren beeindruckenden Meilenstein passiert. Mit einer Tageshöchsttemperatur von 14,8°C wurde ein deutlicher neuer Temperaturrekord für die zweite Monatsdekade (11.-20.12.) in Schlickelde aufgestellt ... der alte Spitzenwert von 13,6°C, gemessen am 11.12.1994, gleich um mehr als ein Grad überboten! Bezogen auf den gesamten Monat Dezember hat es für einen neuen Absolutrekord aber nicht gereicht. Diesen hält weiterhin der 5. Dezember 2006 mit 15,8°C.

 

Rekordverdächtig mild bleibt es auch in den nächsten Tagen. Selbst in den Nächten wird es voraussichtlich kaum mal nennenswert unter 8 bis 9°C abkühlen. Und so steht leider auch das Weihnachtswetter bei uns in diesem Jahr unter keinem guten Stern. Statt Flocken könnten auch im Mettinger Land über die Feiertage eventuell sogar die ersten Haselpollen wirbeln. Und auch bis zum Jahresende ist derzeit kein durchgreifender Wintereinbruch abzusehen.

 

 

 


 

 

 

80 Liter pro Quadratmeter binnen 46 Stunden

 

[17. August 2015]

 

Regenzeit im Mettinger Land ... Im Bereich einer markanten und nahezu ortsfesten Luftmassengrenze über Deutschland, liegt Mettingen derzeit fast im Zentrum der seit zwei Tagen kontinuierlich durchziehenden Niederschlagsgebiete. So fielen an der “MeteoGroup”-Wetterstation in Schlickelde im gesamten Zeitraum seit Beginn der Niederschläge (15.08. (21 Uhr) bis 17.08. (19 Uhr)) bislang 80 Liter Regen auf jeden Quadratmeter (Hellmann-Niederschlagsmesser). Etwa 55 Liter/m² davon entfielen allein auf die 24 Stunden von gestern bis heute früh 8 Uhr MESZ.

 

Auch in den nächsten Stunden wird weiterer Regen erwartet.

 

 

 


 

 

 

14. August: Tornado bei Recke?

 

[16. August 2015]

 

Kräftige Gewitter überquerten in den frühen Morgenstunden des 14.8. zwischen 3 und 4 Uhr unsere Region von Südost nach Nordwest. Während in Schlickelde lediglich kräftigerer Regen und durchaus heftige Blitzentladungen registriert wurden, kam es insbesondere im Raum Recke zu einigen Schäden durch Sturmböen bzw. den Blitzeinschlag in ein Steinbecker Wohnhaus. Besonders heftig wütete das Unwetter im Bereich der “Halverder Straße”, wie die “Ibbenbürener Volkszeitung” in ihrer gestrigen Ausgabe in einem Artikel berichtete:

 

“Eine Windhose während des schweren Gewitters in der Nacht zu Freitag hat entlang der Halverder Straße vier große Eichen umfallen lassen. Das bestätigte Norbert Zurlinden, stellvertretender Gemeindebrandmeister. Die großen Bäume fielen über einen Weg, der von der Straße zu einem landwirtschaftlichen Gehöft führt. Ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen wurde eine oberirdische Telefonleitung. Das Kabel riss jedoch nicht. Nachdem die Schäden von den Anwohnern entdeckt wurden, rückte die Wehr mit rund zehn Einsatzkräften aus. Mit Motorsägen und einem Trecker wurden die Bäume zerstückelt und der Weg freigeräumt. Das dauerte rund 40 Minuten.” (Quelle: Ibbenbürener Volkszeitung)

 

Experten sind nun mit Recherchen beschäftigt, ob die Schäden tatsächlich von einer “Windhose”, also einem Tornado, oder doch von einem deutlich häufiger auftretenden sogenannten “Downburst” (schwere Gewitterfallböen) verursacht wurden. In diesem Zusammenhang bittet auch die Wetterstation Mettingen-Schlickelde mögliche Augenzeugen des Unwetters, die direkte Beobachtungen oder z.B. auch Fotos der Schäden machen konnten, sich mit der Wetterstation in Verbindung zu setzen. Entweder telefonisch unter 05452 643 oder auch per Mail an wetterstation-mettingen(a)web.de.

 

 

 


 

 

 

Hitzewelle: Platz 3 und 5 seit 1991

 

[02./04. Juli 2015]

 

Mit einem Spitzenwert von 36,3°C wurde heute auf dem Schlickelder Messfeld zum insgesamt siebten Mal seit Aufzeichnungsbeginn täglicher Höchsttemperaturen (Mai 1991) ein Tagesmaximum von über 35°C erreicht. Zusammen mit einigen gleich temperierten Tagen ergab sich so heute immerhin ein Platz 4 in der ewigen Schlickelder Bestenliste.

 

Noch heißer könnte es, nach einer vorübergehenden Hitze-Abschwächung morgen, dann übermorgen (4.7.) werden.

 

 

Update 04.07.

0407205Die markante Hitzewelle derzeit über Mitteleuropa, heute ging sie in die Verlängerung ... und legte temperaturmäßig nochmals “eine Schippe” drauf. Bis auf einen Spitzenwert von 36,6°C, in der offiziellen “Englischen” Wetterhütte sogar 37,0°C stiegen die Werte in den späten Nachmittagsstunden an. Nach dem 12.08.2003 (38,0°C) und dem 19.08.2012 (37,8°C) bedeutet dies immerhin einen “Bronze-Platz” in der ewigen Schlickelder Bestenliste. Der vorgestrige Wert wird damit schon jetzt auf Platz 5 herabgestuft. Dabei lagen die Messwertkurven bis zum Nachmittag lange Zeit auf knappem Rekordkurs, höher als zur entsprechend selben Zeit im August 2003 bzw. 2012. Erst eine allmähliche großräumige Winddrehung von Südost (12 Uhr) über Südwest und West bis fast Nordwest (19 Uhr) bremsten diesen Höhenflug schlussendlich doch noch aus, obwohl leichtere Bewölkung vom Mittag sich gleichzeitig noch fast völlig auflöste. Teils heftige Gewitter blieben weit östlich und waren nachmittags lediglich als gewaltige Türme am Horizont zu sehen. Erst gegen 22.30 Uhr sanken die Werte somit wieder unter 25°C ab.

 

Sommerlich warm bis heiß bleibt es bei uns mindestens noch bis Dienstag. Die rekordverdächtige Hitze ist nun allerdings vorbei.

 

 

 


 

 

 

Mitten im Juni: -2,7°C

 

[17. Juni 2015]

 

Die “Schafskälte” ... in diesem Jahr zeigt sie sich bei uns von der besonders markanten und hartnäckigen Seite. Und so fielen die Temperaturen auf dem Schlickelder Messfeld in Bodennähe (5cm) in der vergangenen Nacht schon zum siebten Mal in diesem Juni in den Frostbereich! Erst bei sage und schreibe -2,7°C stoppte das Quecksilber seinen Sinkflug. Dies entspricht zwar keinem neuen Juni-Rekord, den hält auch weiterhin der 06.06.2009 mit -3,4°C. Für einen neuen Dekaden-Tiefstwert (11. bis 20. Juni) reichte es aber dennoch. Recht frisch wurde es aber auch in der offiziellen Messhöhe von zwei Metern über Grund mit einem Minimum von immerhin +3,6°C. Auch hier hält den Absolutrekord der 6. Juni 2009 mit 2,8°C (Messung seit einschließl. 1990).

 

Mit derart extremen, von der großen Trockenheit enorm begünstigten Temperaturverhältnissen ist es nun vorerst aber vorbei. Schon ab heute abend erreichen uns deutlich feuchtere Luftmassen mit zeitweiligem Regen. Ob dieser aber zu einer nennenswerten Entspannung der Dürresituation führen kann, bleibt abzuwarten.

 

 

 


 

 

 

Große Trockenheit und Bodenfrostgefahr

 

[15. Juni 2015]

 

Die mageren 3,1 Liter vom Wochenende ... sie waren der vielzitierte Tropfen auf den heißen Stein. Die große Trockenheit in unserer Region, sie dauert an ... und verschärft sich weiter. Während die obersten Bodenzentimeter, und mit ihnen einige flachwurzelnde Pflanzen (z.B. Rasenflächen), kurzzeitig ein wenig vom “Nass” profitieren konnten, blieben die Erdbodenschichten unterhalb von 10 Zentimetern Tiefe vom kurzen Samstagsregen praktisch vollkommen unbeeinflusst. Hier gibt es nur einen klaren Trend: Weitere Austrocknung. Und das inzwischen sogar immer schneller. Belegen lässt sich dies sehr gut mit den Messwerten der Bodenfeuchte-Sonden auf dem Schlickelder Messfeld, die in drei verschiedenen Tiefen rund um die Uhr die sogenannte “Bodensaugspannung” aufzeichnen. Also den (negativen) Druck, den eine Pflanze überwinden muss, um sich über die Wurzeln weiterhin ausreichend mit Wasser zu versorgen. Je trockener der Boden, desto HÖHER ist folglich dieser Wert. In Schlickelde sieht die Entwicklung dieser Werte zusammen mit den 24stündigen Niederschlagsmengen bis heute so aus:

 

Bodenfeuchte1506201502

24stündige Niederschlagssummen und Bodensaugspannung in 5, 20 und 50cm Tiefe

 

 

Das Ergebnis: Große Rasen- und Wiesenflächen in Schlickelde, die nicht in den Genuss einer künstlichen Bewässerung kommen, sind inzwischen gelb und verdörrt. BodenmessfeldAber auch tiefwurzelnde Bäume und Strauchwerk lassen inzwischen z.T. schon sichtbar die Blätter hängen.

 

Doch der völlig ausgetrocknete hiesige Sandboden mit seinem hohen Luftvolumen und folglich sehr geringer Wärmeleitfähigkeit und -kapazität hat zusammen mit der derzeit einfließenden Polarluft noch eine ganz andere Auswirkung: Rekordverdächtig tiefe Nachttemperaturen. So kann es insbesondere in den nächsten zwei Nächten in ungünstigen Lagen nochmals zu leichten Frösten in Bodennähe kommen. (Foto rechts: Fast völlig verdörrtes Bodenmessfeld der Wetterstation)

 

Update 16.06.2015

Unter nahezu idealen Ausstrahlungsbedingungen sanken die Temperaturen in der vergangenen Nacht weit ab. In fünf Zentimetern Messhöhe über dem ausgetrockneten Boden wurde sogar ein frostiges Minimum von -2,0°C erreicht, während die Werte in der offiziellen Messhöhe von zwei Metern über Grund 5,0 Grad über dem Gefrierpunkt blieben. Auch in der kommenden Nacht ist nochmals Bodenfrost möglich.

 

 

 


 

 

 

Trockenheit und Waldbrandgefahr nimmt zu

 

[26. Mai 2015]

 

Durch die niederschlagsarme Witterung der letzten Tage und Wochen steigt die Trockenheit und damit auch die Waldbrandgefahr im Mettinger Land derzeit von Tag zu Tag weiter an. Letztere liegt in unserer Region aktuell bereits bei Stufe 3 der fünfteiligen Skala, ebenso der sogenannte “Grasland-Feuerindex” (Quelle: DWD).

 

Bodenfeuchte26052015klIn besonderer Weise gilt dies auch ganz speziell für den Schlickelder Stationsstandort, dessen Bodenverhältnisse durch einen extrem hohen Sandanteil geprägt sind und so durch eine erhöhte Durchlässigkeit eine rasche Austrocknung verstärkt begünstigen. Im abgebildeten Diagramm ist die Entwicklung der Bodenfeuchte sowie der Niederschläge im bisherigen Monat Mai auf dem Schlickelder Messfeld dargestellt. Gemessen und aufgetragen sind die Tagesmittelwerte der sogenannten Bodensaugspannung in Tiefen von 5, 20 und 50 Zentimetern unter der mit Gras bewachsenen Erdoberfläche. Hohe Bodensaugspannungswerte entsprechen dabei einem niedrigen, tiefe Werte einem hohen Feuchtegehalt im Erdboden. Ein Wert von 0 cb (Centibar) entspricht somit einem vollständig feuchtegesättigten, maximal 200 cb dem Wert eines vollständig ausgetrockneten Erdreichs ohne Wassergehalt. Besonders letzterer Maximalwert ist aber auch stark von der jeweiligen Bodenart abhängig. Sehr sandige Böden (wie am Stationsstandort) können aufgrund des großen Porenvolumens durchaus auch schon bei 100 bis 150 cb vollkommen ausgetrocknet sein.

 

MessfeldSchön zu sehen ist die starke Austrocknung der letzten Wochen speziell in der obersten Bodenschicht. Binnen 16 Tagen mit nur geringen Niederschlagsmengen stiegen die Werte fünf Zentimeter unter der Grasnarbe von 8 (fast gesättigt) auf fast 100 centibar (sehr trocken bis extrem trocken) an. Die 2,8 Liter Regen pro Quadratmeter am 19. Mai konnten diesen Trend nur vorübergehend umkehren. Deutlich geringere Mengen blieben praktisch wirkungslos und verdunsteten oberflächlich gleich wieder. Dennoch ist in größerer Tiefe unterhalb von 20 Zentimetern noch immer eine ausreichende Sättigung vorhanden. Hier liegen die Messwerte derzeit noch bei etwa 35 bis 40 cb.

 

Speziell für oberflächennahe Vegetation ohne tiefreichendes Wurzelwerk bleibt dies natürlich nicht ohne Folgen. Und so werden bereits jetzt Teile der Grasfläche des Schlickelder Stationsgeländes gelb.

 

 

 


 

 

 

Orkantief “Niklas”:  Neuer Windrekord in Schlickelde

 

[31. März 2015]

 

Das Orkantief “Niklas” hat heute Deutschland und NRW überquert und der Wetterstation Mettingen-Schlickelde am Abend mit einer Spitzenböe von 110,9  km/h einen neuen absoluten Windrekord beschert. Knapp 111 Stundenkilometer, das entspricht Windstärke 11 (orkanartiger Sturm) auf der sogenannten Beaufortskala. Für den Stationsstandort im eher geschützten Wohngebiet an der Wöstenstraße ist dies ein wirklich außergewöhnlicher Wert. Selbst der vielfach als “Jahrhundertsturm” bezeichnete Orkan “Kyrill” im Januar 2007 hatte in Schlickelde keine so hohe Spitzengeschwindigkeit zustande gebracht. Niklas

 

Bereits am Morgen waren beim Durchgang der Kaltfront von “Niklas” Spitzenwerte von knapp 91 km/h gemessen worden, die sich im eigentlichen Sturmfeld auf der Rückseite des Tiefs am Nachmittag bis auf 96 km/h gegen 16.30 Uhr steigerten. Nachfolgend setzte bereits eine deutliche Beruhigung ein und die Spitzenböen erreichten kaum mehr Sturmstärke, so dass die Unwetterwarnungen zumindest des “Deutschen Wetterdienstes” nachfolgend bereits wieder herabgestuft wurden. Zu früh, wie sich dann am Abend zeigen sollte. (Foto rechts: WDR-Wetter in der “Aktuellen Stunde” am Abend.)

 

Während um 18 Uhr nur noch harmlose Quellbewölkung den Schlickelder Himmel zierte, näherte sich ab 18.30 Uhr plötzlich eine regelrechte “schwarze Wand” dem Mettinger Land von Westen her. Im sogenannten “Trog” hatte sich auf der Rückseite von Orkantief “Niklas” im Bereich der “Höhenkaltluft” durch starke Labilisierung eine nur relativ kurze und schmale aber markante Gewitterlinie ausgebildet, die mit ihrer Vorderseite um etwa 18.50 Uhr Schlickelde erreichte. Wenig später tobten orkanartige Böen über die Station hinweg und gipfelten um Punkt 18.54 Uhr schließlich in einer kurzzeitigen Spitze von 110,9 km/h ... ein Wert, der seit der Errichtung des Windmasts im Oktober 2004 nie zuvor gemessen worden war. Begleitet wurde das stürmische Spektakel von heftigem, wenig später in ein regelrechtes Graupel-Bombardement übergehenden Regen und einigen kräftigen Naheinschlägen. Nach etwa zehn Minuten war der Spuk schon vorbei, die Gewitterlinie mit spektakulären Mammatuswolken auf ihrer Rückseite gen Osten weitergezogen und die Windspitzen auf Werte unter 50 km/h abgesunken. Schaut man sich die (abendlichen) Windmaxima einiger benachbarter Stationen an, so wird die Kleinräumigkeit dieses Ereignisses deutlich: Ibbenbüren 85 km/h, Flughafen Münster/Osnabrück 81 km/h, Osnabrück 70 km/h, Emsdetten 65 km/h. Lediglich die völlig freistehende Station Belm östlich von Osnabrück schaffte es im Bereich der nach Osten weiterziehenden Gewitterlinie immerhin noch auf 100 km/h.

 

Was Schlickelde da gerade erlebt hatte, wird in der Meteorologie als “vertikaler Impulstransport” bezeichnet. Normalerweise finden vertikale, turbulente Umlagerungen in der Atmosphäre hauptsächlich in der untersten Schicht, der sogenannten “Grenzschicht”, statt. Oberhalb dieser ist die Strömung in der freien Atmosphäre deutlich gleichmäßiger, der Fachmann sagt “laminar”. Hier finden sich bei einem Sturm- oder Orkantief aufgrund der fehlenden Bodenreibung auch besonders hohe Windgeschwindigkeiten. In etwa 1500 Metern Höhe über Mettingen lagen diese am Abend immerhin noch bei Mittelwerten (!) von etwa 110 km/h. Die sogenannte “Grenzschicht-Theorie” geht aber davon aus, dass kaum ein Austausch zwischen der Grenzschicht unten und der darüberliegenden laminaren Strömung stattfindet. Möglich wäre dieser erst dann, wenn irgendetwas eine “direkte Verbindung” von höheren Atmosphärenschichten zum Boden herstellt. Und genau dies ist heute Abend bei uns passiert. Gewitterwolken bzw. -linien erreichen schnell Höhen von sieben, acht oder (vor allem im Sommer) noch deutlich mehr Kilometern. Durch thermisch bedingte Aufwinde bzw. starke, durch (Verdunstungs-) Abkühlung und fallenden Niederschlag entstehende Abwinde existieren in hochreichenden Gewitterwolken starke vertikale Umlagerungen. Ragen diese in den Bereich der extremen Höhenströmung hinein, ist vereinfacht gesprochen “die Verbindung hergestellt” und die sehr hohen Windgeschwindigkeiten können aus der Höhe bis zum Erdboden “heruntergemischt” werden. Ähnlich wie am heutigen Abend, nur noch massiver und häufiger, war dies auch beim Orkan “Kyrill” im Januar 2007 der Fall. Nur so ist es erklärbar, dass damals einige hohe Windkraftanlagen u.a. im Osnabrücker Land Spitzenböen um 200 km/h registriert hatten. Der damalige Rekordwert von 110,5 km/h in Schlickelde, gemessen in einer Masthöhe von knapp 11 Metern, wurde heute also noch knapp getoppt. (Oben: Einzelbild-Zeitraffer der “Wettercam Schlickelde” vom Durchzug der abendlichen Gewitterlinie.)

 

Vielerorts kam es auch bei uns zu einigen Schäden durch umgestürzte Bäume oder abgedeckte Dächer. Von der Querenbergstraße und vom Ölmühlenweg waren umgestürzte Bäume gemeldet worden. Um kurz vor 17 Uhr fiel ein Baum auf die Neuenkirchener Straße, ebenso am Höveringhausener Kirchweg. Auch nrw- und bundesweit kam es zum Teil zu massiven Schäden und Beeinträchtigungen insbesondere im Bahnverkehr, der im Laufe des Vormittags in NRW sogar komplett eingestellt wurde (DB Regionalverkehr). Deutschlandweit sind leider mindestens neun Todesopfer zu beklagen. Nach Angaben der Wetterdienste war “Niklas” einer der schwersten Stürme der vergangenen 30 Jahre.

 

 

 


 

 

 

Sturmserie im Anmarsch: 98 km/h am Abend

 

[29. März 2015]

 

Entlang der sogenannten Frontalzone, die derzeit wetterlenkend von Nordwest nach Südost schräg genau über Europa verläuft, nimmt eine ganze Serie kräftiger Sturmtiefs, die sich zum Teil erst noch ausbilden werden, Kurs auf Deutschland. So muss in den nächsten Tagen mindestens bis einschließlich Mittwoch, insbesondere aber am Dienstag, verbreitet mit der Gefahr von Sturmböen oder schweren Sturmböen, vereinzelt auch orkanartigen Böen bis 110 km/h gerechnet werden!

 

Einen ersten “Vorgeschmack” brachte uns am heutigen Sonntag bereits Sturmtief “Mike”, das hinter seiner Kaltfront am Abend mit Windspitzen von bis zu 98,2 km/h (Windstärke 10) über das Schlickelder Messfeld hinwegfegte! In Recke fiel ein Baum auf ein fahrendes Auto. Die beiden Insassen wurden aber glücklicherweise nur leicht verletzt. Auch in Rheine stürzte ein Baum auf einen allerdings unbesetzten Wagen.

 

 

 


 

 

 

Sonnenfinsternis: Nebel verhindert Blick auf das Spektakel

 

[20. März 2015]

 

Eine hartnäckige, dichte Nebel- und Hochnebelsuppe aus Nordwesten hat heute in Mettingen jegliche Chancen, einen Blick auf die bis zu 80prozentige partielle Sonnenfinsternis zu erhaschen, zunichte gemacht. In weiten Teilen NRW´s und des westlichen Niedersachsens blieb Astrofans eine ungetrübte Beobachtung des Himmelsspektakels verwehrt, während die Bedingungen im großen Rest des Bundesgebietes meist hervorragend waren.

 

SofiDia2015Dennoch machte sich die “Sofi” auch bei uns in Mettingen durch einen spürbaren Rückgang des Tageslichtes deutlich bemerkbar. Durch den z.T. sehr dichten Nebel wurde es sogar noch dunkler als an vielen anderen Orten. So verzeichnete das nagelneue Pyranometer am Hauptmast der Schlickelder Wetterstation heute bereits in seinen ersten Betriebstagen einen markanten Verlauf der Globalstrahlung, also der Gesamtsumme aller aus dem oberen Halbraum (Himmel) auf die Erdoberfläche eintreffenden Strahlungsströme. Lagen die Werte zu Beginn der Verfinsterung um 9.40 Uhr noch bei knapp über 111 W/m², so fielen sie bis zum Höhepunkt der Sonnenabdeckung um 10.39 Uhr auf einen Wert von nur noch 20 W/m² (jeweils 10min-Mittel). Der absolute Tiefstwert sank kurzzeitig sogar bis auf 7 W/m² ab! Zum Vergleich: An einem wolkenlosen Sommertag Ende Juni sind hierzulande Mittagswerte von bis zu etwa 1000 W/m² normal. Im abgebildeten Diagramm sind zwei verschiedene Kurven zu sehen: In Rot der heutige, gemessene Strahlungsverlauf auf dem Schlickelder Messfeld und in schwarz eine berechnete, theoretische Kurve, die in etwa den normalen Messwertverlauf ohne Sonnenfinsternis bei tief hängend bedecktem Himmel und Nebel wiedergibt. Der “Fingerabdruck” der Sonnenfinsternis ist eindrucksvoll zu erkennen.

 

Bis zur nächsten Chance auf die Beobachtung einer Sonnenfinsternis im Mettinger Land müssen wir nun leider wieder längere Zeit warten. Erst in den Jahren 2021, 2022 und 2025 ist es wieder soweit. Die Bedeckungsgrade dieser drei Finsternisse liegen allerdings nur zwischen 27 und 36 Prozent und sind somit mit der diesjährigen nicht zu vergleichen. Erst am 12. August 2026 kommt es mit 89prozentiger Bedeckung wieder zu einer wirklich beeindruckenden Finsternis. Die nächste totale Sonnenfinsternis in Deutschland werden wohl nur noch die Jüngeren unter uns erleben können ... am 3. September 2081.

 

Einen Zeitraffer vom heutigen Wetter- und Finsternisverlauf, leider durch die Belichtungskorrektur der Kamera weitgehend herausgefiltert, können Sie sich hier nochmal anschauen.

 

 

 


 

 

 

Neue Sensorik auf dem Schlickelder Messfeld

 

[18. März 2015]

 

CMP6Das meteorologische Messprogramm der Wetterstation Mettingen-Schlickelde ... es wächst weiter. Mit dem Wiederaufbau des seit dem 11. März zu Wartungszwecken eingefahrenen, 11 Meter hohen Messmastes fiel heute der Startschuss zu einem kontinuierlichen Monitoring der sogenannten Globalstrahlung. Die Globalstrahlung umfasst alle Strahlungsströme aus dem oberen Halbraum (Himmel) im Spektralbereich zwischen 285 und 2800 nm Wellenlänge, also den gesamten Bereich vom mittleren UV- (B) bis zum mittleren Infrarotspektrum. Zum Vergleich: Der Bereich des sichtbaren Lichtes bewegt sich etwa zwischen 370 (violett) und 780 (rot) Nanometern Wellenlänge. Die Globalstrahlung, die die Erdoberfläche in Form von direkter und diffuser Einstrahlung (Himmelsstreuung) von der Sonne empfängt ist letztlich die Energiequelle für das gesamte Wettergeschehen in der Troposphäre und somit eine wichtige Größe für die Meteorologie und Klimatologie, aber z.B. auch die Solarwirtschaft. Als Messgerät kommt dafür in Schlickelde nun ein Pyranometer des Typs “CMP 6” des Herstellers “Kipp & Zonen” zum Einsatz, das damit auch das Strahlungsmessnetz in NRW weiter verstärken soll. (Foto oben: Pyranometer “CMP 6” am Schlickelder Messmast.)

 

WatermarkAußerdem seit heute in Betrieb: Eine zweite Messung der Windgeschwindigkeit und nun endlich auch der Windrichtung am Hauptmast in knapp 11 Metern Höhe über Grund (System “Davis Vantage Pro 2”). Desweiteren stehen seit einigen Tagen kontinuierliche Aufzeichnungen des Bodenwassergehaltes bzw. der Bodenfeuchte in drei verschiedenen Messtiefen (-5, -20 und -50cm) zur Verfügung. Die Messung erfolgt hier mittels “Watermark”-Sonden in einem Skalenbereich der Bodensaugspannung zwischen 0 und 200 cb und ist insbesondere wichtig für die Bereiche Landwirtschaft, Bauindustrie und natürlich Meteorologie. (Foto rechts: “Watermark”-Sonde zur Messung der Bodenfeuchte.)

 

 

 


 

 

“Verdi” zu Gast an Wetterstation

 

[05. März 2015]

 

05032015“Tag der offenen Tür” ... Am heutigen 5. März hat die Wetterstation Mettingen-Schlickelde ihre Pforten mal wieder für Besucher geöffnet. Dieses Mal war es eine örtliche Seniorengruppe der Dienstleistungsgewerkschaft “Verdi”, die der Station einen Besuch abstattete und sich die vielen spannenden Messgeräte mal aus erster Hand erklären ließ. Frauenhaare zur Feuchtemessung, Messwippen für die Niederschlagsmenge und Laserstrahlen zur Vermessung einzelner Regentropfen ... so einiges gab es während der etwa eineinhalbstündigen Führung wieder zu entdecken am “Nagelmanns Moor”.

 

 

 

 


 

 

Ein Tag Winter: 4 Zentimeter Schnee

 

[24. Januar 2015]

 

Länger andauernde Schneefälle in der ersten Tageshälfte haben das Mettinger Land heute zumindest für einen Tag in ein Wintermärchen verwandelt. Betrug die Schneehöhe auf dem Messfeld der Wetterstation Mettingen-Schlickelde morgens um 7 Uhr noch null Zentimeter, kamen bis 11 Uhr bereits 2,5 bis 3, bis 13 Uhr sogar 4 bis 4,5 Zentimeter der raren weißen Pracht zusammen. Nachfolgende milde Luftmassen sorgten jedoch schon wenig später wieder für kräftiges Tauwetter, gebremst erst in den Abendstunden durch nochmals einsetzenden (Boden-) Frost. Verbreitet kam es in NRW auf den Verkehrsstrecken zu erheblichen Behinderungen mit zahlreichen Unfällen.

 

Einen kurzen Schnelldurchlauf, aufgenommen heute von der Wettercam Schlickelde, können Sie sich hier nochmals ansehen.

 

 

 


 

 

Stürmischer Jahresstart: 81,5 km/h

 

[10. Januar 2015]

 

Das neue Wetterjahr 2015, es startet stürmisch und ungewöhnlich mild in Mettingen. Gleich zwei kräftige Sturmtiefs sorgten gestern und heute für Wirbel nonstop. So brachte Tief “Elon” auf dem Schlickelder Messfeld bereits gestern Windspitzen von bis zu 81,5 km/h (Windstärke 9 / Sturm) zustande. Nachfolger “Felix”, dessen Kaltfront Mettingen am Nachmittag mit kurzzeitig kräftigem Regen überquerte, pfiff mit 79,6 km/h über´s Mettinger Land. Zuvor drückte eine kräftige West- bis Südwestströmung in Felix´ Warmsektor die Quecksilber nochmals auf ungewöhnlich milde Werte hinauf. So sanken die Temperaturen in der vergangenen Nacht bzw. morgens zwischen 1 und 9 Uhr zu keinem Zeitpunkt unter 12°C!

 

In der hinter Felix´ Kaltfront nun eingeflossenen Rückseitenkaltluft gehen die Temperaturen am morgigen Sonntag spürbar auf Werte um 5°C zurück, bevor danach abermals eine Milderung auf etwa 10°C am Dienstag (13.01.) einsetzt. Ein ernsthafter Wintereinbruch ist nach aktuellem Stand auch weiterhin nicht in Sicht.

 

 

 


 

 

 

Dezember 2014: Zu warm, zu nass, zu wenig Sonne

 

[04. Januar 2015]

 

Und wieder ist ein Wetterjahr Geschichte ... hat mit all seinen Daten, Beobachtungen und Ereignissen seinen charakteristischen Fingerabdruck in den Wetter- und Klimastatistiken hinterlassen. Auf die letzten frischen Linien dieses Fingerabdruckes schauen wir nun TempDia1214nochmals zurück ... den Dezember 2014.

 

Gemittelt über alle 744 Stundenmesswerte zwischen dem 1. und dem 31.12. ergab sich für den Dezember 2014 eine Durchschnittstemperatur von 4,0°C. Der letzte Monat des Jahres und erste meteorologische Wintermonat 2014/2015 fiel damit um 1,2 Grad zu warm aus (Dezember 1981-2010: 2,8°C). Während sich die ersten fünf Tage zum Teil deuchtlich kälter gestalteten als in einem durchschnittlichen Dezember, erreichte die Quecksilbersäule im weiteren Verlauf ein weitgehend normales, ab dem 10.12. dann ein überdurchschnittliches Niveau. Vom 16. bis zum 25. Dezember verlief die Temperaturkurve sogar oftmals weit oberhalb des 30jährigen Schnitts. Nur vom zweiten Weihnachtstag bis zum 29.12. wurde es nochmals deutlich kälter als üblich. Der absolute Monatshöchststand wurde am 18. und 19. Dezember zu je 12,1°C erreicht. Am tiefsten in NiedDia1214den Frostkeller ging es am 28.12. mit -5,7°C (Wetterhütte) bzw. -8,0°C am Erdboden. Frosttage (Tmin < 0°C) gab es im Dezember neun, Eistage (Tmax < 0°C) nur einen einzigen (3.12.).

 

An Niederschlägen mangelte es im Dezember kaum. Mit insgesamt 97,9 Liter/m² fand etwa ein Viertel mehr Wasser seinen Weg in die Schlickelder Messgeräte als in einem Durchschnitts-Dezember (1981-2010: 79 L/m²). Der Hauptschwerpunkt lag dabei auf der zweiten Monatsdekade vom 11. bis 20.12.. Allein am 12. und 19. Dezember, dem mit 25,7 Litern niederschlagsreichsten Tag, fielen zusammen 46,5 Liter pro Quadratmeter und damit fast die Hälfte der gesamten Monatssumme. Dennoch blieben aber auch neun von 31 Tagen weitgehend trocken (< 0,1 L/m²). Die maximale Niederschlagsrate wurde am 19.12. mit kurzzeitig 1,1 Liter pro Quadratmeter und Minute während einer markanten Kaltfront-PassageSonnDia1214 aufgezeichnet. Am Nachmittag des 20. Dezember zogen in eingeflossener Kaltluft sogar Gewitter mit stürmischen Böen durch. Der erste Schnee im Dezember und gleichzeitig des gesamten Winters 2014/2015 fiel in der Nacht vom 28. auf den 29.12. ab etwa 1 Uhr.

 

Mit Sonne verwöhnt wurden wir zum Jahresende nicht mehr gerade. Insgesamt schaffte es unser Zentralgestirn nur 21,6 Stunden lang, die Wolkendecke zu durchbrechen. Dies entspricht einem deutlichen Minus von 45 Prozent gegenüber “normalen” Verhältnissen in unserer Region (1981-2010: 30 Stunden). Die größte Sonnen-Tagesportion gab es am 28.12. mit 6,2 Stunden, das entspricht über 80 Prozent des an jenem Tag maximal möglichen Wertes. Die Hälfte aller Tage ließ sich die Sonne überhaupt nicht sehen (16 Tage)!

 

Weitere Werte im Überblick (Abweichung in Klammern): Mittl. Relative Feuchte 90 % (+4 %), Mittl. Luftdruck 1016,8 hPa (+2,1 hPa), Mittl. Windgeschwindigkeit 14,8 km/h, Summe Niederschlagsdauer 145 Std..

 

 

 


 

 

 

FroheWeihnachten2015+

Mittellandkanal bei Recke am 30. Dezember 2010

 

 

Hiermit wünsche ich allen treuen Leserinnen und Lesern

 

dieser Seiten ein schönes Weihnachtsfest und

 

ein glückliches neues Jahr 2015!

 

 

(Andre Hergemöller)

 

 

 


 

 

 

Schulklasse zu Gast an Wetterstation

 

[02. Dezember 2014]

 

02122014a02122014bEine 9köpfige Gruppe der Don-Bosco-Schule aus Recke-Espel stattete heute der Wetterstation Mettingen-Schlickelde einen Besuch ab. Trotz frostiger Temperaturen und unangenehmem Ostwind ließen sich die jungen “Nachwuchswetterfrösche” nach dem Theorie-Teil in ihrer Schule heute geduldig auch mal die “harte Praxis” der Wetterbeobachtung und -messung näher bringen. Hoffentlich um einige Eindrücke reicher ging es nach gut einer Stunde dann wieder zurück in Richtung Schule.

 

 

 

 


 

 

 

November 2014: Zu warm, zu trocken, zu sonnig

 

[01. Dezember 2014]

 

Seit heute befinden wir uns im meteorologischen Winter. Grund genug, nochmal kurz bilanzierend auf den letzten Herbstmonat des Jahres zurückzublicken. Recht mild, trocken und sonnig war er, der November. Hier die Details:

 

TempDia1114Mit einem Monatsmittel von 7,7°C erreichte der November 2014 gegenüber der Referenzperiode 1981-2010 ein ganz ordentliches Plus von 1,8 K. Während die Werte in den ersten Tagen des Monats weit oberhalb des normalen Temperaturniveaus für Anfang November lagen, gingen die Beträge der positiven Abweichungen nachfolgend zwar zurück. Die Temperaturkurve blieb jedoch fast durchweg oberhalb der “Normalkurve”. Erst zum Ende des Monats ließ zum Teil beißend kalter Ostwind die Werte deutlich absinken. Am 1. November ahnte man davon aber noch garnichts. Im Gegenteil: Mit fast unglaublichen 20,7°C wurde sogar ein neuer absoluter Temperaturrekord für den Monat November aufgestellt. Das Tagesmittel erreichte mit 15,6°C sogar fast das Niveau eines durchschnittlichen Juni-Tages! (Luft-) Frost gab es nur an einem einzigen Tag, dem 25.11. mit -0,7°C. Ebenfalls sehr ungewöhnlich für einen November. Bodenfrost in fünf Zentimetern Höhe über Grund gab es aber immerhin schon an 11 Tagen.

 

NiedDia1114Die Niederschlagsbilanz fällt in der Summe deutlich unterdurchschnittlich aus. Mit einer Gesamtmenge von 48,9 Litern pro Quadratmeter fiel im November 2014 genau ein Drittel weniger Niederschlag als in einem “Norm-November” (1981-2010: 73 L/m²). Knapp die Hälfte der monatlichen Gesamtsumme wiederum fiel allein an einem einzigen Tag ... dem vollkommen verregneten und düster-trüben “Volkstrauertag” (16.11.), mit 23,8 Litern binnen 24 Stunden der mit Abstand niederschlagsreichste Tag zwischen dem 1. und 30.11.. Andererseits blieben aber auch 13 von 30 Tagen mit Mengen kleiner 0,1 L/m² weitgehend trocken. Schnee gab es im November in Schlickelde noch keinen, Gewitter wurden ebenfalls keine beobachtet. Die maximale Niederschlagsrate registrierten die Messgeräte am 3. November mit nur 0,2 Litern pro Minute.

 

SonnDia1114November grau und trüb? ... Nicht in diesem Jahr. Im Gegenteil: Mit insgesamt 75,2 sonnigen Stunden und einem satten Plus von 42 Prozent erlebte Mettingen den zweitsonnigsten November seit über 10 Jahren (1981-2010: 53 Stunden). Die größte Sonnenausbeute zwischen Auf- und Untergang fuhren der 21. und der 25.11. mit je 6,1 Sonnenstunden und 71 bzw. 72 Prozent des astronomisch maximal möglichen Wertes ein. Völlig sonnenlos blieben insgesamt acht Tage.

 

Weitere Monatswerte (Abweichung in Klammern):  Mittl. Relative Feuchte 91 % (+6 %), Mittl. Luftdruck 1012,1 hPa (-2,1 hPa), Mittl. Windgeschwindigkeit 8,6 km/h, Summe Niederschlagsdauer 69 Std..

 

 

 

 


 

 

 

Rekordverdächtig mild: 16,1°C

 

[23. November 2014]

 

Temperaturen über 15°C in der letzten Novemberdekade (21. bis 30.11.) ... das hatte es in den letzten 23 Jahren in Schlickelde bislang nur vier Mal gegeben. Heute war der fünfte Tag. Mit einer nachmittäglichen Höchsttemperatur von 16,1°C wurde ein neuer “Ende-November-Rekord” zwar um recht deutliche 1,4 Grad verfehlt, dennoch reichte es bei herrlichstem Sonntags-Ausflugswetter immerhin für einen respektablen Platz 3 in der ewigen Bestenliste. Unangefochtener Spitzenreiter für die letzten 10 Novembertage bleibt auch weiterhin der 25. November 2006 mit 17,5°C, vor dem 21.11.2009 mit 17,2°C. Auf Platz 4 zurückgestuft wurden damit heute die 15,8°C, die am 23. November des Jahres 2003 erreicht worden waren.

 

 

 


 

 

 

Neues Niederschlagsmessgerät in Betrieb

 

[03. November 2014]

 

Neue Spitzentechnologie aus dem Bereich der Niederschlagsanalysetechnik ... Bereits am 30. Oktober ist auf dem Schlickelder Mess- und Testfeld ein sogenanntes Laser-Disdrometer der “Adolf Thies GmbH” in Betrieb gegangen, das mit modernsten Messverfahren die bisherigen Niederschlagsbeobachtungen und -messungen sinnvoll ergänzen und weiterentwickeln soll.

 

LNM1Der “Laser-Niederschlags-Monitor” der Göttinger Firma dient als Messwertgeber und ist für die Messung und Detektierung der verschiedenen Niederschlagsarten wie z.B. Niesel, Regen, Graupel, Hagel, Schneegriesel oder Schnee sowie sämtlicher Mischformen geeignet. Bestimmt wird die Art des Niederschlags, die Intensität, die Sichtweite im Niederschlag, die Radarreflektivität sowie das sogenannte “Spektrum” der Niederschlagsteilchen (Durchmesser und Fallgeschwindigkeit). Mittels einer laser-optischen Strahlquelle (Laserdiode und Optik) wird ein paralleles Lichtband (infrarot, 785nm, nicht sichtbar) erzeugt. Auf der Empfängerseite sitzt eine Photodiode mit einer Linse, um die optische Leistung durch Umwandlung in ein elektrisches Signal zu messen. (Foto links: Neuer “Laser-Niederschlags-Monitor” auf dem Schlickelder Messfeld.)

 

Wenn ein Niederschlagspartikel durch das Lichtband fällt (Messfläche 45,6 cm²) wird das Empfangssignal abgeschwächt. Aus der Amplitude der Abschwächung wird der Durchmesser des Partikels berechnet. Außerdem wird aus der Dauer des Abschwächungssignals die Fallgeschwindigkeit des Partikels ermittelt. Die gemessenen Werte werden mit einem Signalprozessor (DSP) verarbeitet und auf Plausibilität (z.B. Randtreffer oder Fremdkörper) überprüft. Berechnet werden Niederschlagsintensität, -menge, -art (Niesel, Regen, Graupel, Hagel, Schneegriesel, Schnee sowie Mischniederschläge) und das Partikelspektrum (Verteilung der Partikel auf das Größenspektrum). Die Niederschlagsart wird aus dem statistischen Verhältnis aller Partikel bezüglich Durchmesser und Fallgeschwindigkeit bestimmt (22 Durchmesser x  20 Geschwindigkeiten = 440 Klassen). LNM2Diese Verhältnisse sind wissenschaftlich untersucht worden (z.B. Gunn, R. und Kinzer, G.D., 1949, “The terminal velocity of fall for water droplets in stagnant air”). Zusätzlich wird die Temperatur zur Verbesserung der Erkennung separat gemessen und in die Berechnung einbezogen. (Abbildung rechts: Schematische Darstellung der Detektierung fallender Niederschlagsteilchen im Strahlengang des Gerätes.)

 

Der Größenbereich der detektierbaren Niederschlagspartikel erstreckt sich von 0,16 bis >8mm Durchmesser, die Partikelgeschwindigkeit von 0,2 bis 20 m/s. Die Trefferquote bei der Unterscheidung verschiedener Niederschlagsarten, im Vergleich mit personell besetzten synoptischen Beobachtungsstationen, lieg laut Hersteller bei >97 % (Niesel, gefrierender Niesel), >99 % (Regen, gefrier. Regen), >95 % (Hagel), >99 % (Schnee, kein Mischniederschlag) sowie >60 % bei Schneegriesel oder einzelnen Eisnadeln. Die Verifizierung dieser Werte ist eines der Ziele der Schlickelder Messungen bzw. Beobachtungen, ebenso wie Auswertungen der Niederschlagssummenberechnung des Disdrometers im Vergleich mit konventionellen Niederschlagsmessgeräten. Der Wertebereich der erfassten Niederschlagsraten erstreckt sich dabei von etwa 0,005 mm/Std. (einzelne Nieseltröpfchen) bis über 250 mm/Std. (extremer Starkregen/Hagel). Durch eine integrierte, thermostatisch geregelte Heizung aller optischen Komponenten ist ein reibungsloser Winterbetrieb bis -40°C sichergestellt.

 

 

 


 

 

 

Oktober 2014: Sehr warm, recht trocken, fast normal sonnig

 

[02. November 2014]

 

Ein Oktober liegt hinter uns, der in seiner Gesamtheit auch gut als “kühler September” hätte durchgehen können. Im letzten Viertel eines ausgesprochen “warmen” Jahres wurden wir erneut fast durchgängig mit milden Luftmassen versorgt. Aber schauen wir nun nochmal etwas genauer hin ...

 

TempDia1014Gemittelt über alle 31 Tagesdurchschnittstemperaturen erreichte der Oktober 2014 schlussendlich ein Temperaturniveau von respektablen 13,0°C. Das entspricht fast drei Grad mehr, als im vieljährigen Mittel zu erwarten gewesen wäre (1981-2010: 10,1°C). Gerade einmal drei Tage, der 22., 28. und der 29.10., lagen minimal unter den Referenzwerten. Alle anderen Tage fielen zu warm, zum Teil sogar deutlich zu warm aus. Am überaus warmen 19.10. erreichte die Abweichung sogar satte 8,6 K! Auch die absolute Spitzentemperatur des gesamten Monats wurde mit frühsommerlichen 23,5°C an jenem Tag gemessen, während die Werte in der Nacht zuvor auf dem Schlickelder Messfeld zu keiner Zeit unter 15,5°C sanken. Selbst um Mitternacht wurden in der kräftigen Südwestströmung auf der Vorderseite eine nahenden Tiefs noch zwischen 17 und 18 Grad gemessen! Frost gab es im gesamten Monat keinen, lediglich am 28. Oktober reichte es mit -1,6°C in fünf Zentimetern Messhöhe ein einziges Mal für das Prädikat “Bodenfrost”.

 

NiedDia1014Bei der Niederschlagsbilanz setzte der Oktober das Werk seines Vorgängers fort, wenn auch weit weniger drastisch. Immerhin fielen vom 1. bis 31.10. insgesamt 59,2 Liter Wasser vom Schlickelder Himmel. Das entspricht aber dennoch einem nennenswerten Minus von etwa 18 Prozent gegenüber der vieljährigen Norm (1981-2010: 72 L/m²). Mit Ausnahme der ersten sechs Tage, in denen fast nichts fiel, verteilten sich die Mengen einigermaßen gleichmäßig über den Gesamtmonat. Nur der 7. Oktober fiel hier ziemlich aus der Rolle: Schauerwetter und sogar eine schüchterne Gewitterzelle Richtung Rothertshausen brachten es auf eine Tagessumme von 15,2 L/m². Der niederschlagsreichste Tag des Monats und einer von zwei Tagen mit beobachteter Gewittertätigkeit. Doch andererseits blieben auch immerhin 15 von 31 Tagen mit Mengen von weniger als 0,1 Litern pro Quadratmeter praktisch trocken. Die maximale Niederschlagsintensität wurde am 19. Oktober mit kurzzeitig 2,2 Litern pro Minute während eines heftigen Regenschauers an einer Kaltfront erreicht.

 

SonnDia1014Deutlich zu warm und trockener als üblich? Das dürfte sicherlich auch auf eine überdurchschnittliche Sonnenausbeute hindeuten. Diese Rechnung ging im Oktober allerdings nicht auf. Mit insgesamt 99,4 Sonnenscheinstunden beehrte uns unser Stern nicht ganz so lange wie man im vieljährigen Mittel hätte erwarten dürfen. Dieses liegt in unserer Region für den Monat Oktober bei etwa 105 Stunden (1981-2010). Ein klarer Schwerpunkt in der zeitlichen Verteilung der Sonnenausbeute über den Monat ist nicht zu erkennen. Besonders viel zu tun hatten die heimischen Solarzellen aber am 3. und 4.10. mit 10,0 bzw. 10,2 Sonnenstunden. Das entspricht knapp 89 bzw. 86 Prozent des astronomisch maximal möglichen Wertes. Am 28. Oktober wurden nochmals über 88 Prozent erreicht. An vier Tagen traf kein einziger Sonnenstrahl das Messgerät.

 

Weitere Monatsdaten im Überblick:  Mittl. Relative Feuchte 89 % (+6 %), Mittl. Luftdruck 1015,3 hPa (-0,7 hPa), Mittl. Windgeschwindigkeit 8,2 km/h, Summe Niederschlagsdauer 58 Std..

 

 

 


 

 

 

Neuer Novemberrekord: 20,7°C

 

[01. November 2014]

 

Der November ... er macht genau da weiter, wo der Oktober aufgehört hat. An der Vorderseite des bei Island liegenden Tiefs “Pia” wurden im zugehörigen Warmsektor mit einer kräftigen Südwestströmung heute unwöhnlich warme Luftmassen zu uns nach Deutschland geführt. Die bundesweiten Höchststände erreichten die offiziellen Quecksilber dabei in Nordrhein-Westfalen. Absoluter Spitzenreiter war die Station Geilenkirchen mit 24,1°C.

 

Doch auch bei uns in Mettingen war der heutige Allerheiligentag alles andere als novembertypisch. So stoppte das “Quecksilber” auf dem Schlickelder Messfeld trotz ausgedehnterer Wolkenfelder erst bei einer nachmittäglichen Spitze von 20,7°C. Dieser Wert entspricht einem neuen absoluten Temperaturrekord für den Monat November und liegt gleich 0,6 Grad über dem alten Rekord von 20,1°C, der am 4. November 2011 erreicht worden war. Auf Platz 3 und 4 folgen der 03.11.2005 (19,3°C) sowie der 3. November 2011 mit 19,1°C. Durchgehende Höchsttemperatur-Aufzeichnungen reichen in Schlickelde bis zum Mai 1991 zurück.

 

Auch morgen wird es nochmals ungewöhnlich mild, bevor die Werte am Montag und  Dienstag (3./4.11.) dann deutlich zurückgehen.

 

 

 


 

 

 

Neuer Temperaturrekord: 23,5°C

 

[19. Oktober 2014]

 

19.10.2014+Spätsommer mitten im Oktober ... Mit einem nachmittäglichen Spitzenwert von 23,5°C wurde heute an der ARD-Wetterstation in Mettingen-Schlickelde ein neuer absoluter Temperaturrekord für die zweite Oktoberdekade (11.-20.10.) aufgestellt. Nie zuvor seit Beginn der Höchsttemperatur-Aufzeichnungen im Mai 1991 war es in diesem Zeitraum in Mettingen wärmer als heute. Der alte Rekordwert, gemessen genau heute vor zwei Jahren mit 22,9°C, wurde damit recht deutlich überschritten. Auf den Plätzen drei und vier folgen 22,6°C vom 14.10.2001 bzw. 22,5°C am Tag zuvor.

 

Wer die Möglichkeit hatte, tat gut daran, dieses Traumwetter heute nochmals für einen sonntäglichen Ausflug oder ein Sonnenbad im heimischen Garten zu nutzen. Bereits am Abend erreicht uns eine markante Kaltfront mit z.T. intensivem Regen und einer deutlichen Abkühlung. Am Dienstag (21.10.) dürfte das Quecksilber dann bereits deutlich unter der 15°C-Marke bleiben und sogar ein erster Herbststurm ist in einigen Modellberechungen bereits auszumachen. (Foto: Das Schlickelder Messfeld am heutigen Mittag.)

 

 

 


 

 

 

September 2014: Zu warm, viel zu trocken, Sonne normal

 

[02. Oktober 2014]

 

Und schon befinden wir uns mitten im meteorologischen Herbst. Eine gute Gelegenheit, an dieser Stelle nochmals kurz auf den ersten Herbstmonat 2014 zurückzublicken.

 

TempDia0914Mit einem Monatsmittel von exakt 15,3°C fiel der September 2014 um immerhin 1,2 K wärmer aus, als es das vieljährige Mittel für unsere Region erwarten lässt (1981-2010: 14,1°C). Überdurchschnittlich warme Witterungsabschnitte herrschten vor allem vom 4. bis 7. und vom 13. bis 21. September sowie nochmals zum Monatsende vor. Zu kühle Phasen fielen durchweg eher moderat aus, mit maximalen Tagesmittelabweichungen von -1,8 K (22./23.09.). Erwähnenswert waren vor allem nochmals ungewöhnlich sommerlich-laue Abende. So zum Beispiel am 4., am 5. und auch am 19.9., als das Quecksilber zum Teil noch bis weit nach Mitternacht Werte von über 17°C anzeigte! Auch tagsüber wurde es zum letzten Mal in diesem Jahr nochmals sommerlich mit bis zu 26,4°C am 18.9.. Einem von insgesamt noch drei “Sommertagen” im September. Recht frisch wurde es dagegen schon am 23.9., als mit 5,9°C der absolute Tiefstwert des Monats erreicht wurde und unmittelbar am Erdboden (5cm) mit -0,1°C der erste, wenn auch knappe Bodenfrost der Saison auftrat.

 

NiedDia0914Recht extrem fällt die Niederschlagsbilanz im ersten Herbstmonat 2014 aus. Mit einer Gesamtniederschlagssumme von nur 25,8 Litern pro Quadratmeter fielen nicht einmal 37 Prozent der normalerweise üblichen Wassermenge (1981-2010: 70 Liter/m²). Ein Großteil dieser Summe kam sogar an nur einem einzigen Tag zusammen ... in Form einer starken Schauerzelle, die ab 18.30 Uhr in drückend schwüler Luft von Südwesten kommend genau über Schlickelde erste Gewitteraktivitiät mit relativ nahen Entladungen entwickelte und die 11,5 Liter jenes Tages innerhalb von nur 20 Minuten fallen ließ. Sekundenweise erreichte die Regenrate Spitzenwerte von bis zu 2,7 Litern pro Minute! Einer von insgesamt zwei Gewittertagen des Monats. Alle anderen Tagessummen im September 2014 blieben vergleichsweise gering, 19 von 30 Tagen blieben sogar gänzlich trocken (< 0,1 L/m²)!SonnDia0914

 

Unspektakulär dagegen die Sonnenscheinbilanz: Insgesamt 136,5 Stunden lang vermochte unser Zentralgestirn sich gegen mehr oder weniger zahlreiches Gewölk durchzusetzen. Verglichen mit der vieljährigen Norm von hierzulande etwa 137 Stunden (1981-2010) ergeben sich praktisch vollkommen ausgeglichene Verhältnisse. Die größte Ausbeute ergatterten die hiesigen Sonnenanbeter am 4. September mit insgesamt 11,7 sonnigen Stunden, immerhin etwa 86 Prozent des astronomisch an jenem Tag maximal möglichen Wertes. Überhaupt nicht blicken ließ sich die Sonne am 24. und 26.9..

 

 

Die weiteren Monatswerte (Abweich. in Klammern): Mittl. Relative Feuchte 87 % (+7 %), Mittl. Luftdruck 1018,9 hPa (+2,5 hPa), Mittl. Windgeschwindigkeit 6,4 km/h, Summe Niederschlagsdauer 28 Std..

 

 

 

 


 

 

 

Erster Bodenfrost: -0,1°C in 5cm Messhöhe

 

[23. September 2014]

 

Nachdem ein ungewöhnlich früher Bodenfrost am 25.8. noch knapp verfehlt wurde, sanken die Temperaturen in den heutigen Morgenstunden in fünf Zentimetern Messhöhe über der Rasenfläche des Schlickelder Messfeldes zum ersten Mal seit dem 16. Mai wieder ins “Minus” ... wenn auch mit -0,1°C nur äußerst knapp. In der offiziellen Messhöhe von zwei Metern über Grund blieb es mit 5,9°C dagegen deutlich milder. Mit dem ersten “Luftfrost” (2m) müssen wir in Mettingen im vieljährigen Durchschnitt üblicherweise etwa um den 2. November herum rechnen, wobei die zeitliche Schwankungsbreite dieses Eintrittsdatums von Jahr zu Jahr je nach Witterungsentwicklung naturgemäß natürlich sehr groß ist.

 

 

 


 

 

 

August 2014: Zu kühl, Niederschlag und Sonne normal

 

[03. September 2014]

 

Nach einem bislang leicht überdurchschnittlich warmen Sommer leistete sich am Ende der August schließlich doch noch einen Ausreißer nach unten ... zumindest was die Temperaturen betrifft. Hier der letzte Sommermonat 2014 nochmal im Faktencheck:

 

TempDia0814Mit einer Monatsmitteltemperatur von 16,1°C verzeichneten die Thermometer auf dem Messfeld am Nagelmanns Moor schlussendlich eine Normabweichung von -1,6 K gegenüber der Vergleichsperiode 1981-2010 (17,7°C). Während im ersten Monatsdrittel noch eine überdurchschnittlich warme oder zumindest normal temperierte Witterungsphase vorherrschte, fielen vom 11. bis 27.8. ausnahmslos alle Tage zu kühl aus. Am deutlichsten war dies am 19. August der Fall, als das Tagesmittel mit nur 12,2°C mehr als 6 Grad unter dem vieljährigen Durchschnitt für diesen Tag blieb. Etwas “versöhnlicher” schloss der Monat dann in den letzten Tagen mit vor allem nochmals ungewöhnlich lauen Abenden und Nächten. Insbesondere am 29. August war dies der Fall, als die Temperaturen in der folgenden Nacht bis nach 2 Uhr nicht unter 15°C sanken! Nur vier Tage zuvor wurde mit +0,7°C in fünf Zentimetern Messhöhe der erste Bodenfrost nur knapp verfehlt. Der tiefste Wert des Monats in der offiziellen Messhöhe von zwei Metern über Grund wurde am 27.8. mit 5,5°C, der absolute Spitzenwert am 2. August mit Punkt 30,0°C erreicht ... gleichzeitig der einzige NiedDia0814“Heiße Tag” im August 2014. Sommertage mit mindestens 25°C Höchsttemperatur wurden immerhin noch sieben registriert. Kühl war er also, der letzte Sommermonat des Jahres. Aber war er auch verregnet?

 

Mit einer Monatssumme von 79,7 Litern pro Quadratmeter verzeichneten die Schlickelder Messgeräte ein relativ unbedeutendes Plus gegenüber der Norm von lediglich fünf Prozent (1981-2010: 76 L/m²). Der August darf damit in der Niederschlagsbilanz als einigermaßen ausgeglichen bezeichnet werden. Sommeruntypisch waren die Niederschläge dabei relativ gleichmäßig über den Monat verteilt. Nur zwei Tage stachen deutlicher heraus: Der 11.8. (12,5 L/m²) sowie der 18. August, dem immer wieder kräftige Schauer in eingeflossener Rückseitenkaltluft mit 13,0 Litern zum niederschlagsreichsten Tag des Monats verhalfen. Immerhin noch 8 von 31 Augusttagen blieben mit 24-Stunden-Summen von weniger als 0,1 L/m² weitgehend trocken. Die maximale Niederschlagsrate von 3,7 Litern binnen 10 Minuten wurde am 10.08. zwischen 20.30 und 20.40 Uhr gemessen. Gewitteraktivität SonnDia0814wurde an insgesamt 6 Tagen beobachtet.

 

Sehr ausgeglichen auch die Sonnenscheinbilanz: Mit insgesamt 192,9 sonnigen Stündchen bot uns der August 2014 nur etwa 4 Stunden Sonnenbad mehr, als wir es von einem Standard-August erwarten dürfen (1981-2010: 189 Std.). Dies entspricht einem statistisch unbedeutenden Plus von gerade einmal zwei Prozent. Der absolute Tagesgewinner: Der 27. August, an dem mit insgesamt 12,2 Sonnenstunden immerhin etwa 87 Prozent der maximal an jenem Tag möglichen Sonnenausbeute eingefahren werden konnte. Gänzlich sonnenlose Tage gab es im August 2014 überhaupt keine. Selbst der sonnenärmste Tag, der 17.8., hatte immerhin noch 20,5 sonnige Minuten im Angebot.

 

Weitere Monatswerte (Abweichungen in Klammern):  Mittl. Relative Feuchte 81 % (+6 %), Mittl. Luftdruck 1012,2 hPa (-3,4 hPa), Mittl. Windgeschwindigkeit 9,1 km/h, Summe Niederschlagsdauer 78 Std..

 

 


 

 

 

“Es begann mit einem Thermometer”

 

- 25 Jahre Wetterstation Mettingen-Schlickelde -

 

[26. August 2014]

 

Es begann im August 1989 ... Auf einer Seite im Mathematikbuch der Klasse 4 der Mariengrundschule Schlickelde entdeckt der kleine Andre ein buntes Säulendiagramm mit Temperaturaufzeichnungen einer ganzen Woche. Neugierde und Forscherdrang waren geboren und nur 20jähriges02wenige Tage später baumelte ein unscheinbares weißes Baumarkt-Thermometer mit Ablesemöglichkeiten für Tageshöchst- und -tiefsttemperaturen im heimischen Garten. Jeden Morgen, vor dem Gang zur Schule, wurde dieses fortan pünktlich abgelesen und sämtliche Werte akribisch in selbstgemalten Diagrammen festgehalten. Der allererste Wert ... es waren genau 13°C Tiefsttemperatur in der Nacht vom 26. auf den 27. August 1989 ... der Startschuss zu einer bis heute nicht unterbrochenen Temperatur-Zeitreihe! (Foto links: Das “Ur-Thermometer” und erste Diagramme vom August 1989)

 

Waren bislang lediglich die nächtlichen Tiefsttemperaturen aufgezeichnet worden, folgte ab Mai 1991 schließlich auch die Dokumentation der täglichen Höchstwerte. Im Januar 1995 gesellte sich der erste einfache Regenmesser hinzu und wenig später starteten auch die ersten Aufzeichnungen des Wetterverlaufes über den Tag (Art und Menge der Bewölkung, Wetterzustand, Schätzung der Windstärke etc.) ... ebenfalls bis heute lückenlos fortgesetzt. Als ich im März 1995 dann das erste richtige Wetterbuch geschenkt bekam, wurde das Wetter endgültig zur Leidenschaft und zu einem echten 24 Stunden-Hobby, welches mich zum Wintersemester 1999/2000 schließlich zur Einschreibung in den Studiengang “Meteorologie” an die Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität nach Bonn führte. Die Wetteraufzeichnungen in Schlickelde, inzwischen Tagesschau26081989vollautomatisiert, liefen natürlich lückenlos weiter ... nach all den Jahren eher amateurhafter Hobby-Messungen, seit Jahresanfang 2000 erstmals überhaupt mit professionellen Messgeräten, die den Qualitätsansprüchen staatlicher Wetterdienste entsprachen. Bis zum September 2002 befand sich diese20jähriges (2)02 erste wirkliche Wetterstation auf einem unbebauten Wildgrundstück an der Schlickelder Wöstenstraße. Als im Herbst 2002 ein Bauprojekt auf dem seit Jahrzehnten naturbelassenen Grundstück jeden weiteren Messbetrieb jäh stoppte und Pachtverhandlungen mit einem benachbarten Landwirt um einen Ersatzstandort scheiterten, stand die Station plötzlich vor dem endgültigen Aus. Nur ein fluchtartiger Umzug der gesamten Anlage in eine notdürftig hergerichtete Ecke der “Hergemöller´schen Weihnachtsbaumplantage” konnte die Messreihe buchstäblich in letzter Minute retten. Nur 24 Stunden später klaffte am bisherigen Stationsstandort eine riesige Baugrube. Erst im Frühjahr 2003 konnte dieses anfängliche “Standort-Provisorium” Schritt für Schritt wieder den gültigen Richtlinien für Klimamessungen angepasst und in den Folgejahren mehrfach erweitert werden. Die Station steht heute immernoch dort. Seit 2004 präsentieren sich Wetterstation und Daten auf einer eigenständigen Internetseite. (Foto rechts: Der alte Standort im April 2000. / Links: Original-Tagesschau-Wetter vom 26. August 1989, Anklicken öffnet Video.)

 

20jähriges (4)02Aus dem anfänglichen, allabendlichen Blick auf´s Thermometer sind inzwischen Kontrollmonitore geworden, über die rund um die Uhr in stetiger Flut die Messwerte weltweit zehntausender Stationen rauschen, geprüft, fehlerbereinigt und ausgewertet werden. Als Mitarbeiter in der Messnetzleitung eines der größten privaten Wetterdienste weltweit, habe ich mittlerweile mein Hobby zu Beruf gemacht. Seit Mai 2011 ist die einstige Hobby-Wetterstation Mettingen-Schlickelde Teil eines der größten und dichtesten Wettermessnetze Europas. Der Wetterdienst “Meteomedia”, Belieferer sämtlicher Wettersendungen der ARD-Fernseh- und Rundfunkanstalten, gegründet vor 25 Jahren von Jörg Kachelmann und im Frühjahr 2014 übernommen in die “MeteoGroup”, betreibt in Deutschland, der Schweiz und weiteren Ländern weit über 1000 professionelle Wetter- und Klimastationen, mit deren Hilfe präzise regionale Vorhersagen, Unwetterwarnungen, Gutachten und KlimauntersuchungenJubiLogo05 erstellt werden. Auch die ARD-Wetterstation in Schlickelde hilft heute den MeteoGroup-Experten, diese meteorologischen Produkte noch weiter zu verbessern. Im zehnminüten Intervall werden sämtliche Schlickelder Messwerte per Mobilfunknetz von der Zentrale des Wetterdienstes abgefragt und in eine der größten Wetterdatenbanken Europas eingespeist. (Foto oben: Provisorischer Standort im September 2002.)

 

So blicke ich heute zurück auf ein ereignis- und erlebnisreiches Stück Mettinger Wetter- und Klimageschichte. Vieles ist in all den Jahren geschehen, vieles hat sich verändert, einiges ist geblieben. Jahrhundertsommer haben uns in Atem gehalten, Orkane uns erzittern lassen, Rekord-Temperaturen, Schneefälle und Regenmassen den Statistiken für immer ihren “Fingerabdruck” aufgeprägt ... und alles hat mal angefangen vor genau 25 Jahren mit einem einfachen, weißen Baumarkt-Thermometer!

 

 

- Andre Hergemöller -

 

 

 


 

 

August-Rekord: +0,7°C am Erdboden

 

[25. August 2014]

 

Nach der Passage einer markanten Kaltfront am 22.8. und nachfolgender Wetterberuhigung in der eingeflossenen Kaltluft, konnte es in der vergangenen Nacht unter ab Mitternacht fast wolkenlosem Himmel kräftig auskühlen. Gegen 6.40 Uhr in den heutigen Morgenstunden erreichte die Temperaturkurve in einer Messhöhe von fünf Zentimetern über Grasbewuchs somit einen Tiefstwert von nur noch +0,7°C und verfehlte damit nur knapp einen ungewöhnlich frühen Boden- bzw. Grasfrost. Seit der Einrichtung des Bodenmessfeldes, also seit mindestens 12 Jahren, ist dies der tiefste Wert, der jemals in einem August in Schlickelde gemessen wurde. In der offiziellen Messhöhe von zwei Metern über Grund blieb es dagegen mit 5,9°C deutlich milder.

 

 

 


 

 

Besuchergruppe zu Gast

 

[10. August 2014]

 

10082014Und wieder einmal öffnete die Wetterstation Mettingen-Schlickelde in ihrem “Jubiläums-Sommer” heute die Türen für neugierige und meteorologisch fortbildungswillige Gäste. Dieses Mal besuchte eine zehnköpfige Gruppe aus Mettingen das Messfeld am Nagelmanns Moor und bekam einen etwa eineinhalbstündigen, nachmittäglichen “Crashkurs” in Sachen Wettermesstechnik, Datenverarbeitung und Prognose. Zum Ende hin einsetzender leichter Regen störte die Nachwuchs-Wetterfrösche kaum und sicherlich ebenso “feucht-fröhlich” klang der sonntägliche Gruppenausflug am Abend im Marinahafen am Mittellandkanal in Recke dann aus.

 

 

 


 

 

 

Juli 2014: Wärmer, nasser, sonniger als normal

 

[01. August 2014]

 

Wärmer, nasser, sonniger als normal ... auf den ersten Blick scheint diese Kombination irgendwie ein Widerspruch in sich. Allein durch diese “Kurzformel” drückt sich aber schon sehr gut der Gesamtcharakter des diesjährigen Hochsommermonats aus, der mit seinen ungewöhnlich hartnäckigen feucht-warmen Luftmassen deutschlandweit wieder für unwetterträchtige Schlagzeilen sorgte.

 

TempDia0714Gemittelt über alle 744 Stunden-Messwerte der Lufttemperatur vom 1. bis 31.07. ergab sich in diesem Jahr eine recht beachtliche Durchschnittstemperatur von 19,9°C. Der Juli 2014 fuhr damit gegenüber dem vieljährigen Mittel der Jahre 1981-2010 eine deutliche Abweichung von +1,8 Grad ein. Große Hitzewellen blieben zwar aus. Zahlreiche, durch feucht-warme Luftmassen sehr laue Abende und Nächte sorgten aber dennoch für hohe Tagesmitteltemperaturen, die mit Ausnahme von nur fünf Tagen allesamt zum Teil deutlich über den entsprechenden Vergleichswerten der Periode 1981-2010 lagen. Am markantesten war dies am 19. Juli der Fall, als sich alle 24 Stunden-Ablesungen auf sage und schreibe 25,4°C mittelten! Selbst um 0 Uhr in der Nacht auf den folgenden 20.7. zeigte das Quecksilber auf dem Schlickelder Messfeld noch einen Stand von 20,9°C. Auch die absolute Monatsspitze im Juli 2014 wurde am 19. Juli gemessen, mit einem nachmittäglichen Maximum von 33,3°C ... einer von insgesamt drei “Heißen Tagen” (mindestens 30,0°C) im zweiten Sommermonat des Jahres. Doch auch am anderen Ende der Skala gab es durchaus sehr beeindruckende Werte: 3,0°C am 1., 2,6°C am 2. und sogar 2,0°C am 2. Juli ... nicht in der offiziellen Messhöhe von 2 Metern über Grund, sondern unmittelbar am Erdboden (5cm Höhe). Nie zuvor seit Beginn durchgehender Aufzeichnungen der 5cm-Temperatur waren in einem Juli jemals so tiefe Werte erreicht worden. Nur 48 bzw. 24 Stunden später wurden am 4.7. in der Wetterhütte bereits wieder knapp 30°C gemessen ... Thermometer auf Achterbahnfahrt! Insgesamt wurden im Juli 2014 in Schlickelde respektable 21 Sommertage mit mindestens 25 Grad registriert. Die tiefste Temperatur in der offiziellen Messhöhe wurde am 2. Juli mit 8,0°C erreicht.

 

06072014Der Juli 2014 ... es war ein Monat der Starkregenereignisse! Zwar wurde Mettingen jeweils nur gestreift oder vielfach auch ganz verfehlt. Doch ein Blick über den Tellerrand in die unmittelbare “Nachbarschaft” sorgte manches Mal für sprachloses Staunen oder gar Entsetzen: 9. Juli ... in geradezu “tropischer” Luft überquert Schlickelde am Abend ein zunächst unspektakuläres Gewitter, verstärkt sich nachfolgend beim Weiterzug geradezu explosionsartig und trifft Ibbenbüren schließlich mit voller Regenwucht und insgesamt über 43 Litern pro Quadratmeter! 31 Liter davon fallen allein innerhalb von nicht einmal 30 Minuten. Es vergehen danach keine 24 Stunden, als man sich plötzlich in einer exakten Wiederholung des Vortages wähnt. Wieder zieht eine Zelle von Nordosten kommend über Schlickelde hinweg, wieder unter rasanter Verstärkung und wieder wird vor allem Ibbenbüren voll getroffen ... mit weiteren 31 Litern pro Quadratmeter. Innerhalb von nur 24 Stunden kommt dort so eine ganze typische Juli-Monatsmenge zusammen. Doch auch Schlickelde wird dieses Mal nicht verschont: Insgesamt fallen auch hier immerhin 20 L/m², zeitweise in Form von Hagel mit Korndurchmessern von bis zu einem Zentimeter und Niederschlagsraten, die kurzzeitig Spitzenwerte von umgerechnet über 205 Litern pro m² und Stunde erreichen! (Foto: Abziehender, spektakulärer Böenkragen am Abend des 6. Juli.)

 

 

Jahrhundertregen über Münster

 

Die Konstellation, die sich dann jedoch gegen Ende des Monats über dem Münsterland entwickelte, stellte all das und alles bisher jemals dagewesene weit in den Schatten. Unverändert rekordverdächtig tropisch-schwüle Luftmassen sowie eine hochreichend instabil geschichtete Atmosphäre im Bereich eines sogenannten “Kaltlufttropfens” (Höhentiefs) sorgte im Laufe des Nachmittags verbreitet für explosionsartige Zellentwicklungen, insbesondere aber über dem Münsterland. Hinzu kam fatalerweise an jenem Tag eine äußerst geringe Höhenströmung und damit minimale Verlagerungsgeschwindigkeit der Starkregenzellen, die sich zudem immer wieder neu bildeten. Das Ergebnis: Binnen weniger Stunden fielen im Raum Münster Regensummen von zum Teil deutlich über 100 Litern pro Quadratmeter. An der MeteoGroup-Wetterstation am Allwetterzoo wurde mit 122,2 L/m² ein neuer Allzeitrekord für den Tagesniederschlag aufgestellt. Am Geo-Institut der Uni Münster waren es sogar 162 Liter. Nach Auswertungen des Niederschlagsradars und der damit erstellten Summenkarte muss stellenweise von 175 bis 200 L/m² ausgegangen werden. Doch auch diese Werte wurden von einer einzigen Station sogar nochmals getoppt. So vermeldete das Landesumweltamt NRW an seiner Station an der Münsteraner Hauptkläranlage eine schier unvorstellbare Gesamtniederschlagsmenge von 292 Litern pro Quadratmeter. 220 Liter davon sollen nur allein im Zeitraum zwischen 19.45 und 21.20 Uhr zusammengekommen sein! Dies sind Werte, die bei uns in Deutschland in den letzten 100 Jahren ein absolutes Ausnahmeereignis darstellen. Die ungeheuren Dimensionen werden spätestens dann deutlich, wenn man zum Vergleich die 800 L/m² heranzieht, die bei uns in Mettingen normalerweise etwa in einem gesamten Jahr zusammenkommen. Entsprechend katastrophal waren besonders im Stadtgebiet Münster, aber z.B. auch im Raum Greven und benachbarten Orten die Auswirkungen ... mit gewaltigen Sachschäden, z.T. monatelangen Aufräum- und Renovierungsarbeiten, einer großen Spendenwelle und leider auch mindestens einem Todesopfer. Ein lesenswerte meteorologische Aufarbeitung und Einordnung des “Extremregens von Münster” von den Kollegen der MeteoGroup-Unwetterzentrale in Bochum finden Sie hier.

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Weit weniger dramatisch dagegen die Werte bei uns in Mettingen. Mit einer Monatssumme von 99,7 Litern pro Quadratmeter wurde der vieljährige Normalwert aber auch hier immerhin noch um knapp ein Drittel überboten (1981-2010: 76 L/m²). Dem mit 24,8 Litern nassesten Tag (21.07.) standen dennoch insgesamt 18 Tage gegenüber, die mit weniger als 0,1 L/m² weitgehend trocken blieben. Beeindruckende Randnotiz: Die Taupunkttemperatur, ein sehr wichtiges Feuchtemaß in der Meteorologie, erreichte im Juli 2014 ein ungewöhnlich hohes Monatsmittel von knapp über 15,3°C! Auch dies ein sehr deutliches Indiz für den enorm hohen Feuchtegehalt und damit auch Gehalt an sogenannter “latenter Energie” der Luftmassen im Juli. Bereits ab Taupunktwerten von ca. 15 bis 16°C aufwärts spricht man in der Meteorologie von “schwüler” Luft.

 

Überdurchschnittlich auch die Sonnenausbeute im zweiten Sommermonat des Jahres: Mit insgesamt 240,3 sonnigen Stunden verzeichneten wir ein Plus von 17 Prozent gegenüber einem Durchschnittsjahr (1981-2010: 205 Stunden). Am längsten von der Sonne verwöhnt wurden wir am 3. Juli mit insgesamt 15,5 Stunden. Dies entspricht 93 Prozent des an jenem Tag astronomisch maximal möglichen Wertes. Keinen einzigen Sonnenstrahl gab es lediglich am 8. und am 21. Juli.

 

Weitere Monatsdaten im Kurzüberblick (Abweichung in Klammern): Mittl. Relative Feuchte 78 % (+4 %), Mittl. Luftdruck 1014,2 hPa (-1,9 hPa), Mittl. Windgeschwindigkeit 7,3 km/h, Summe Niederschlagsdauer 63 Std..

 

 

 


 

 

 

Heftiges Starkregen-Gewitter mit Hagel: 20 Liter/m²

 

[10. Juli 2014]

 

Ein heftiges Starkregengewitter hat am Abend um 20 Uhr das Mettinger Gemeindegebiet und nachfolgend erneut den Raum Ibbenbüren überquert. Binnen rund 20 Minuten registrierten die Niederschlagsmessgeräte am Nagelmanns Moor dabei eine Regenmenge von genau 20,0 Litern pro Quadratmeter. Zeitweise war der Starkregen mit kleinkörnigem Hagel bis maximal einem Zentimeter Durchmesser vermischt. Die Windböen erreichten Spitzen von bis zu 52 km/h. Auch Ibbenbüren wurde nach dem gestrigen Unwetter erneut getroffen. Hier fielen während der Gewitterpassage insgesamt sogar nochmals knapp 31 Liter/m².

 

Einen Zeitraffer der Gewitterpassage, aufgenommen von der “Wettercam Schlickelde”, finden Sie hier.

 

 

 


 

 

 

Unwetterartiger Starkregen im Raum Ibbenbüren

 

[10. Juli 2014]

 

Unwetterartiger und gewittriger Starkregen hat am gestrigen Abend für Überflutungen und vollgelaufene Keller insbesondere im Raum Ibbenbüren/Hörstel gesorgt. Bereits gegen 18 Uhr streifte Schlickelde eine zunächst nur mäßig starke Gewitterzelle aus Richtung ONO, brachte dort aber nur eine Regenmenge von 3,8 Litern pro Quadratmeter. Unter massiver und sehr rascher Verstärkung sowie nur langsamer Verlagerung passierte die Zelle nachfolgend den Raum Ibbenbüren und sorgte hier für lang andauernden, heftigen Starkregen. Im Zeitraum von 18 Uhr bis 19.10 Uhr wurden dabei an der Meteogroup-Wetterstation in Ibbenbüren über 43 Liter Regen pro Quadratmeter registriert ... das entspricht fast der halben Monatssumme für einen durchschnittlichen Juli. Knapp 40 Liter wurden nachfolgend auch in Hörstel gemessen. Infolgedessen kam es vor allem im Ibbenbürener Stadtgebiet sowie im unmittelbaren Umland örtlich zu überfluteten Fahrbahnen und vollgelaufenen Kellern. Auch im Laufe des heutigen Tages muss nochmals mit örtlich kräftigen Schauern und Gewittern gerechnet werden.

 

 

 


 

 

 

Spektakulärer Böenkragen am Abend

 

[6. Juli 2014]

 

Foto2Eine Kaltfront mit beeindruckendem Böenkragen hat am Abend von Südwest nach Nordost Mettingen überquert.

 

Ein Video der Passage in Echtzeit sowie einen Zeitraffer der “Wettercam Schlickelde” finden Sie hier:

 

     >>> Video <<<

 

     >>> Zeitraffer Wettercam <<<

 

 

 

 


 

 

 

Juni 2014: In jeder Hinsicht durchschnittlich

 

[04. Juli 2014]

 

Das gibt es auch nicht allzu häufig ... Mettingen erlebte im Juni 2014 einen Monat, dessen Witterungsverlauf sich derart ausgeglichen gestaltete, dass die wichtigsten Klimaparameter schlussendlich kaum nennenswerte Normabweichungen aufwiesen. Schauen wir uns die Werte mal im Detail an.

 

TempDia0614Gemittelt über alle 30 Tagesmittelwerte erreichte der Juni 2014 eine Monatsdurchschnittstemperatur von 15,9°C. Dies entspricht praktisch auf das Zehntelgrad genau dem vieljährigen Normalwert der Periode 1981-2010 für unsere Region, so dass der Monat in seiner Gesamtheit als normal temperiert in die Statistiken eingeht. Dennoch gab es aber natürlich über den Monatsverlauf zu kühle sowie überdurchschnittlich warme Witterungsabschnitte. Teils deutlich zu warm verlief der gesamte Zeitraum vom 6. bis 13. Juni, während die Tagesmittelkurve an den restlichen Tagen unter oder allenfalls minimal oberhalb der Vergleichskurve der Jahre 1981-2010 verlief. Am wärmsten fiel der 10. Juni aus, dessen feucht-schwüle Luftmassen das 24-Stunden-Mittel bis auf 22,0°C trieben. Die absolute Höchsttemperatur des Monats erwischte allerdings bereits der 7.6., mit Punkt 30,0°C zugleich der erste knappe “Heiße Tag” des noch jungen Sommers. An insgesamt allerdings nur vier Tagen wurde die 25°C-Marke überschritten (“Sommertage”), normal wären etwa 6 (1981-2010). Am tiefsten in den Keller rutschte das Quecksilber am 2. Juni mit einem Minimum von 6,1°C (2 Meter Messhöhe). Fünf Zentimeter über der Rasenfläche des Schlickelder Messfeldes ging es sogar nochmals bis auf 1,3°C hinunter!

 

NiedDia0614Recht unspektakulär auch die Niederschlagsbilanz im Juni 2014, jedenfalls aufsummiert über den gesamten Monat. So fielen in den 30 Tagen vom 1. bis zum 30.6. ingesamt 72,4 Liter auf jeden Schlickelder Quadratmeter. Gegenüber der 30jährigen Norm der Jahre 1981-2010 (71 L/m²) entspricht dies einem unbedeutenden Plus von lediglich zwei Prozent. Gleichwohl waren die Niederschläge jedoch sehr ungleichmäßig über den Monat verteilt. Ein klarer Schwerpunkt der Niederschlagstätigkeit bildete sich vom 8. bis 11.6. heraus. Allein in diesen vier Tagen fielen mit knapp 44 Litern etwa 62 Prozent der Monatssumme, und zwar in Form mehrerer Passagen kräftiger Gewitterkomplexe. Der gewaltigste von ihnen zog in den Abendstunden des 9. Juni als sogenannter MCC (Mesoskaliger konvektiver Komplex) quasi über ganz NRW hinweg nach Nordosten. In seinem Einflussbereich wurden weite Teile insbesondere des Rheinlands und des Ruhrgebietes von den schwersten Unwettern seit Jahrzehnten heimgesucht. Selbst Wochen, ja zum Teil sogar Monate später waren zahlreiche Schäden, speziell die Reste tausender umgestürzter Bäume, noch immer nicht beseitigt. Auch Schlickelde bekam die allerdings bereits stark abgeschwächten Ausläufer in der Nacht vom 9. auf den 10. Juni, beispielsweise in Form schwerer Sturmböen bis 91,1 km/h, noch zu spüten. Eine weitere Gewitterlinie sorgte in den Morgenstunden des 10.6. um Punkt 6.48 Uhr mit einem Blitzeinschlag in der Nähe des Wohnhauses “Nagelmanns Moor 27” für zahlreiche verschmorte Internetrouter entlang der Straße. Weitaus trockener, ruhiger, im Einflussbereich der sogenannten “Schafskälte” aber auch kühler verlief dann SonnDia0614der Rest des Monats. Gewittertage mit mindestens einem hörbaren Donner wurden im Juni in Schlickelde trotz allem nur vier beobachtet. Die maximale Niederschlagsrate erreichte der 8. Juni mit 7,5 L/m² innerhalb von 10 Minuten, allein zwischen 13 Und 14 Uhr MESZ fielen an jenem Tag 16,2 L/m².

 

Ebenfalls sehr ausgeglichen fällt die Sonnenscheinbilanz im ersten Sommermonat des Jahres aus. Insgesamt wurden die Mettinger vom 1. bis zum 30. Juni 192,5 Stunden lang von unserem Zentralgestirn verwöhnt. Verglichen mit der vieljährigen Norm entspricht dies einem statistisch unbedeutenden Plus von gerade einmal einem Prozent (1981-2010: 191 Stunden). Die größte Tagesausbeute an Sonnenschein erzielte der 6.6. mit allein 15,5 Stunden. Das entspricht über 93 Prozent des astronomisch an diesem Tag maximal möglichen Wertes (16,6 Std.). Am wenigsten Sonne im Angebot hatte der 21. Juni mit nicht einmal 13 Minuten. Ganz ohne Sonne auskommen mussten wir im Juni an keinem Tag.

 

Die weiteren Monatswerte im Überblick: Mittl. Relative Feuchte 77 % (+5 %), Mittl. Luftdruck 1018,0 hPa (+2,1 hPa), Mittl. Windgeschwindigkeit 7,5 km/h, Summe Niederschlagsdauer 64 Std..

 

 


 

 

 

Neuer Rekord: Fast Bodenfrost im Juli

 

[02. Juli 2014]

 

Die seit gut zwei Wochen bei uns andauernde kühle und von einer hartnäckigen Nord- bis Nordwestströmung geprägte Witterung gipfelte nun kurz vor ihrem Ende nochmals in fast schon absurd erscheinenden Messwerten. So wurde an der Temperaturmessstelle in fünf Zentimetern Höhe über der mit Gras bewachsenen Erdoberfläche des Schlickelder MessfeldesT505 gestern morgen bereits ein Tiefstwert von 3,0°C gemessen. In den heutigen Morgenstunden sanken die Werte unter idealen, windstillen und wolkenlosen Ausstrahlungsbedingungen sogar bis auf 2,0°C ab und verfehlten den Gefrierpunkt damit nur vergleichsweise knapp. Seit der Neueinrichtung dieser Messstelle im August 2007 wurde nie zuvor im Juli ein so tiefer Wert erreicht. Den bisherigen Rekord hielt der 15. Juli des vergangenen Jahres, an dem der Sinkflug des bodennahen Thermometers erst bei 2,7°C stoppte. Ähnlich kalt wurde es am 25.07.2010 und am 22.07.2012 mit jeweils 2,8°C.

 

Update 03.07.: Auch in der vergangenen Nacht gingen die Werte nochmals bis auf 2,6°C zurück. In den kommenden Tagen wird es nach Winddrehung auf Süd nun aber deutlich wärmer und vor allem am Freitag z.T. hochsommerlich heiß.

 

Grundvoraussetzung für derart tiefe Temperaturen in Bodennähe sind neben einem grundsätzlich schon niedrigen Temperaturniveau und Einstrahlungsangebot am Tag zuvor natürlich ungehinderte Ausstrahlungsbedingungen und Windstille in der Nacht, eine möglichst trockene Luftmasse aber ganz besonders auch eine sehr schlechte Wärmeleitung des Bodens (z.B. ausgetrockneter Sand- oder Torfboden). Der am Stationsstandort vorherrschende typische Plaggenesch-Boden mit seinem sehr hohen und schnell trocken fallenden Sandanteil begünstigt diese Eigenschaften ganz erheblich. Mehr Infos dazu finden Sie hier auf der Webseite.

 

 

 


 

 

 

Besuchergruppe besichtigt Wetterstation

 

[18. Juni 2014]

 

18062014Elf Mitglieder des Mettinger “Frauenmittwochstreffs” statteten am heutigen Mittwochabend der ARD-Wetterstation am “Nagelmanns Moor” einen etwa eineinhalbstündigen Besuch ab und ließen sich ein wenig in Sachen Wettermesstechnik und -beobachtung weiterbilden.

 

Hoffentlich um ein paar Eindrücke reicher ging´s danach mit Fahrrad oder Auto auf einen Kaffee oder ein Eis noch ins “Städtchen”.

 

 

 

 

 


 

 

 

Schwere Gewitter am Abend: 91,1 km/h

 

[10. Juni 2014]

 

09.06.2014 (22.56 Uhr)Eines der heftigsten Gewitter seit Jahren hat am gestrigen Abend das Mettinger Land überquert. An der Wetterstation Mettingen-Schlickelde wurden während des Durchzuges um 23.15 Uhr schwere Sturmböen (Windstärke 10) mit Spitzenwerten bis 91,1 km/h sowie eine extrem hohe Blitzfrequenz (bis zu 1 Blitz alle 1-2 Sekunden) und eine ungewöhnlich lange Dauer der Passage registriert. Die gemessenen Regenmengen blieben mit 10,6 Litern pro Quadratmeter dagegen vergleichsweise gering.

 

In weiten Teilen NRW´s sowie im weiteren Verlauf auch Niedersachsens kam es verbreitet zu schweren Unwettern, vielerorts sogar mit Böen bis Orkanstärke sowie sehr hohen Regenmengen und auch Hagel. So wurden am Flughafen in Düsseldorf Windspitzen von 144 km/h erreicht, in Fürstenau wurden insgesamt 56 Liter Niederschlag pro Quadratmeter registriert. Die Schäden bei diesem schwersten Gewittersturm seit mindestens 10 Jahren waren insbesondere im Ruhrgebiet und Rheinland immens. Die Bahn stellte den Verkehr noch am Abend in fast ganz NRW komplett ein. Zahlreiche Schulen bleiben morgen aufgrund von Unwetterschäden geschlossen.

 

Auch am heutigen Dienstag bleibt das Unwetterpotenzial in der weiterhin extrem schwülen Luftmasse unverändert hoch, bevor morgen (11.6.) mit dem Einfließen kühlerer und stabilerer Luftmassen die Unwettergefahr bei uns gebannt ist. (Foto: Schlickelde 22.56 Uhr, Blickrichtung Südwesten ... wenig später toben schwere Sturmböen über den Standort hinweg.)

 

Eine detaillierte Reanalyse eines der schwersten Unwetter in NRW der vergangenen Jahrzehnte haben die Kollegen der MeteoGroup-Unwetterzentrale in Bochum erstellt. Sie ist nun hier abrufbar.

 

 

 


 

 

 

Kräftiges Gewitter: 16,9 Liter / 67 km/h

 

[08. Juni 2014]

 

08062014Ein erster kräftiger Gewitterkomplex hat in den heutigen Nachmittagstunden von Südwest nach Nordost Mettingen überquert.

 

Neben stürmischen Böen bis 67 km/h registrierten die Messgeräte am Nagelmanns Moor dabei insgesamt 16,9 Liter pro Quadratmeter binnen kurzer Zeit sowie einen Temperatursturz von 25 auf 16°C. Die derzeit bei uns lagernde schwül-warme und gewitterträchtige Luftmasse wurde dabei jedoch noch nicht ausgetauscht. So muss insbesondere morgen und auch noch am Dienstag weiterhin mit teils heftigen Gewittern gerechnet werden. Einen Zeitraffer der “Wettercam Schlickelde” vom Durchzug des Gewitters können Sie sich hier nochmals anschauen. (Foto: 13.30 Uhr ... Die Gewitterfront rollt heran.)

 

 

 


 

 

 

Rekordhitze zu Pfingsten?

 

[07. Juni 2014]

 

Die Schlagzeile ist in den Medien derzeit allgegenwärtig: “Das heißeste Pfingstfest seit Beginn der Wetteraufzeichnungen steht uns bevor.” Aber stimmt das wirklich? Heiß, soviel ist nun schon seit Tagen gewiss, wird es dieses Jahr tatsächlich über die Feiertage. Spitzenwerte von bis zu 33 Grad sind auch bei uns in Mettingen insbesondere am Pfingstmontag möglich. Wie aber sah es mit den Pfingsttemperaturen in den vergangenen Jahren aus? Nun, das schon mal vorweg: Die Schwankungsbreite ist, über viele Jahre gesehen, naturgemäß natürlich sehr groß. Was schon für jedes beliebige Datum im Jahr gilt, macht sich bei einem zeitlich auch noch sehr beweglichen Feiertagstermin natürlich umso mehr bemerkbar.

 

Schaut man einmal in die Schlickelder Hitliste für die Tageshöchsttemperaturen jeweils am Pfingstsonntag und -montag der vergangenen 22 Jahre (1992-2013), so erstreckt sich diese Schwankungsbreite zwischen sehr kühlen 11,6°C am Pfingstsonntag 2001 und schweißtreibenden 31,0°C am Pfingstsonntag zu Beginn des “Jahrhundertsommers” 2003. Dies ist gleichzeitig der einzige Pfingstfeiertag der letzten 22 Jahre in Schlickelde, an dem über 30 Grad in der Tagesspitze erreicht wurden. Sommertage mit mindestens 25,0°C wurden immerhin noch an 9 der insgesamt 44 möglichen Pfingsttage registriert. An 16 Feiertagen seit einschließlich 1992 stieg das Quecksilber jedoch nicht einmal über 20 Grad.

 

Die Chancen stehen also in der Tat in diesem Jahr sehr gut, dass Mettingen das heißeste Pfingstfest seit mindestens einem knappen Vierteljahrhundert erleben wird.

 

 Allen treuen Lesern dieser Seite wünsche ich damit schöne Feiertage!

 

 

 


 

 

 

Mai 2014: Normal temperiert, sehr nass und zu wenig Sonne

 

[03. Juni 2014]

 

Mann nennt ihn auch “Wonnemonat”, doch allzu “wonnig” gestaltete sich der Mai in diesem Jahr zumindest witterungsmäßig nicht. Jedenfalls nicht, wenn man den Monat als ganzes beurteilt. Aber schauen wir mal ein weniger genauer hin.

 

TempDia0514Mit einer Monatsmitteltemperatur von 13,1°C verfehlte der Mai 2014 bei uns in Mettingen nur um unbedeutende 0,2 K das vieljährige Mittel (1981-2010: 13,3°C) und darf somit als weitgehend normal temperiert gelten. Längere zu kühle Witterungsphasen gab es insbesondere in der fast kompletten ersten Monatshälfte sowie in den letzten vier Maitagen, während vom 18. bis zum 27.05. überdurchschnittlich hohe Tagesmitteltemperaturen vorherrschten. Besonders markant zu warm waren die Tage um den 21. Mai mit Abweichungen von bis zu fast 9 K! Die absolute Temperaturspitze im Mai 2014 wurde mit 28,6°C am 20.5. erreicht, gleichzeitig der erste Sommertag 2014 mit mindestens 25,0°C Höchsttemperatur. Es folgten noch drei weitere Sommertage, die aber auch immerhin noch fünf Boden- bzw. Grasfrosttagen (5cm) gegenüberstanden. Luftfrost in zwei Metern Messhöhe gab es im Mai keinen mehr, das absolute Minimum wurde in den frühen Morgenstunden des 4.05. mit +0,7°C erreicht. Tagsüber stiegen die Werte an jenem Tag nicht über 10,9°C. Am 21. Mai fielen die Werte dagegen zwischen 0 und 24 Uhr nie unter 15,6°C.

 

NiedDia0514Alles andere als normal dagegen die Niederschlagsbilanz im Mai 2014: Mit insgesamt sage und schreibe 107,5 Litern fiel auf jeden Schlickelder Quadratmeter mit 185 Prozent fast die doppelte Wassermenge eines durchschnittlichen Monat Mai (1981-2010: 58 Liter/m²). Die größte Tagesmenge wurde am 28.05. mit insgesamt 19,1 Litern innerhalb von 24 Stunden gemessen. Dennoch blieben aber auch 17 von 31 möglichen Tagen mit Mengen von weniger als 0,1 L/m² weitgehend trocken, insbesondere vom 15. bis 21. Mai. Die maximale Niederschlagsrate wurde am frühen Abend des 12.05. mit 2,7 Litern pro Quadratmeter innerhalb von 10 Minuten erreicht. Von den bis zu drei Zentimeter großen Hagelkörnern, die am Abend des 26. Mai im Bereich von Rheine beobachtet wurden, blieb Mettingen glücklicherweise verschont. Am 9.5. war ein kräftiger Regenschauer allerdings mit etwas Graupel vermischt. Gewitteraktivität unmittelbar über Schlickelde wurde nur an zwei Tagen beobachtet.

 

SonnDia0514Ein wenig schlug sich die regenreiche Witterung im Mai 2014 auch in den Aufzeichnungen der Sonnenscheindauer nieder. Mit insgesamt 176,4 sonnigen Stunden blieben wir immerhin um etwa 13 Prozent hinter dem Erwartungswert zurück (1981-2010: 203 Sonnenstunden). Der Schwerpunkt der Sonnenscheinverteilung lag im Mai 2014 eindeutig in der zweiten Monatshälfte. Am längsten von der Frühlingssonne verwöhnt wurden wir am 16.05. mit insgesamt 13,7 Sonnenstunden. Das entspricht immerhin über 87 Prozent des astronomisch maximal an jenem Tag möglichen Wertes. Überhaupt nicht zu sehen bekamen wir unser Zentralgestirn dagegen am tief hängend bedeckten, trüben und verregneten 28. Mai.

 

Die weiteren Monatsdaten in Kurzform (Abweichungen in Klammern): Mittl. Relative Feuchte 77 % (+7 %), Mittl. Luftdruck 1015,6 hPa (+0,2 hPa), Mittl. Windgeschwindigkeit 9,5 km/h, Summe Niederschlagsdauer 154 Std..

 

 

 


 

 

 

10-köpfige Besuchergruppe zu Gast

 

[01. Juni 2014]

 

01062014Pünktlich zum meteorologischen Beginn des Sommers 2014 stattete eine 10-köpfige Gruppe aus Westerkappeln der Wetterstation am 1. Juni einen Besuch ab, um in den folgenden eineinhalb Stunden einen kleinen “Crashkurs” in Sachen Wetterbeobachtung, Messtechnik, Datenverarbeitung und Aufbereitung für Fernsehen und Hörfunk zu erhalten.

 

Hoffentlich um ein paar Eindrücke reicher, ging´s für die frischgebackenen “Nachwuchs-Wetterfrösche” am Mittag dann weiter in Richtung “kulinarische Stärkung”.

 

 

 

 


 

 

 

Neue Sensorik: Temperaturen im Erdboden

 

[18. Mai 2014]

 

Erweiterung des Messprogrammes an der Wetterstation Mettingen-Schlickelde: Seit gestern wird zusätzlich zur Lufttemperatur in zwei Metern und fünf Zentimetern Messhöhe nun auch die Erdbodentemperatur gemessen ... und zwar in gleich vier verschiedenen Schichttiefen: 5cm, 10cm, 20cm und 50cm unter der unbewachsenen Erdoberfläche des 120 x 105cm großen Bodenmessfeldes. Eine weitere Messstelle in ein oder zwei Metern Tiefe ist in Planung. Präzise Werte der Erdbodentemperatur sowie das entsprechende Tiefenprofil sind vor allem für die Bau- und Landwirtschaft von Bedeutung, insbesondere zur Beurteilung der Eindringtiefen und -geschwindigkeit von Frost im Erdboden.

 

 

 


 

 

 

Zwei weitere Besuchergruppen zu Gast

 

[18. Mai 2014]

 

Besuch14052014Besuch1705201402Zwei weitere Besuchergruppen waren am gestrigen Samstag sowie am vergangenen Mittwoch zu einer kleinen “Fortbildung” in Sachen Wetter- und Klimamesstechnik zu Gast an der Schlickelder Wetterstation.

 

Neben den gängigen Messverfahren zur Aufzeichnung von Temperatur, Luftfeuchte, Niederschlag oder Sonnenscheindauer erfuhren die Teilnehmer Fakten über die internationale Vernetzung von Wetterstationen, die erforderlichen Standards zur Wetterbeobachtung ... aber auch ganz konkret über das Schlickelder Klima vor Ort.

 

 

 


 

 

 

April 2014: Deutlich zu warm, Niederschlag und Sonne fast normal

 

[1. Mai 2014]

 

Der April, der macht was er will ... Und dieses Jahr setzte er wenig entschlussfreudig das Werk seiner Vorgänger einfach fort. Zumindest galt dies für die Temperaturbilanz.

 

TempDia0414Gemittelt über alle 720 Stundenwerte der Lufttemperatur zwischen dem 1. und 30.04. erreichte der April 2014 einen Monatsschnitt von 11,7°C. Das entspricht einem beachtlichen Plus gegenüber der vieljährigen Norm von 2,6 K (1981-2010: 9,1°C). Mit Ausnahme von vier Tagen zur Monatsmitte lag an allen Tagen der Temperaturschnitt mehr oder weniger deutlich über der gemittelten Vergleichskurve der Jahre 1981-2010. Am 7. April betrug die Abweichung sogar mehr als 9 Grad! Im Hinblick auch auf die Temperaturentwicklung der Vormonate konnte das natürlich nicht ohne Folgen bleiben. Und so standen bereits nach der ersten Aprilwoche die ersten Schlickelder Apfelbäume in Blüte, ziemlich genau einen Monat früher als im Vorjahr! Für einen ersten Sommertag mit mehr als 25°C reichte es zwar noch nicht, dennoch wurde an insgesamt 11 Tagen immerhin die 20 Grad-Marke überschritten. Am deutlichsten gleich am 03.04. mit 23,4°C, der absoluten Monatsspitze. Doch auch Luftfrost wurde nochmals beobachtet, und zwar mit -1,5°C ausschließlich am 16. April. Bodenfrost mit Werten von bis zu -6,6°C (16.04.) in fünf Zentimetern Messhöhe über Grasbewuchs wurde an insgesamt vier Tagen registriert.

 

NiedDia0414Die Wärme blieb, nicht aber die erhebliche Trockenheit des Vormonats. Insgesamt fiel der April 2014 mit einer Niederschlagssumme von 43,3 Litern pro Quadratmeter nur unwesentlich trockener aus, als es für einen Aprilmonat üblich ist. Das Monatssoll wurde lediglich um etwa 4 Prozent unterboten (1981-2010: 45 L/m²), so dass die Niederschlagsbilanz als weitgehend ausgeglichen gelten darf. Die größte 24 Stunden-Summe fiel am 27.04. mit 8,7 L/m², 12 von 30 Tagen blieben mit weniger als 0,1 L/m² weitgehend trocken. Die maximale Regenrate erreichte der 30. April mit 1,9 Litern pro m² innerhalb von zehn Minuten. Von den örtlich unwetterartigen Regenfällen zum Ende des Monats blieb Schlickelde verschont. So traf am 24.04. eine kräftige Gewitterzelle zunächst Ibbenbüren mit 9,6 Litern innerhalb von 20 Minuten sowie lokaler Ausbildung einer Hagelschicht und Überschwemmungen. Am 30. April dagegen lud eine längere Zeit stationäre Zelle im Bereich südöstlich von Haselünne innerhalb von nur 3 Stunden 70 bis 90 Liter (!) Wasser pro Quadratmeter ab.

 

SonnDia0414Auch die Sonnenscheinbilanz fiel schlussendlich relativ normal aus. Mit insgesamt 169,6 sonnigen Stunden konnten wir im Tüöttenstädtchen ein unbedeutendes Plus von lediglich etwa 3 Prozent gegenüber dem vieljährigen Durchschnitt verbuchen (1981-2010: 164 Stunden). Mit Abstand am längsten in der Frühlingssonne braten konnten wir dabei am 16. April, nämlich insgesamt 13,1 Stunden ... das entspricht fast 95 Prozent des astronomisch maximal an jenem Tag möglichen Wertes. Mit einem komplett sonnenlosen Tag mussten sich die Mettinger nur ein einziges Mal abfinden, und zwar am ganztägig hoch/mittelhoch bedeckten aber immerhin trockenen und milden 04.04.. Am 27. April schien die Sonne nur knapp zwei Minuten.

 

Weitere Monatswerte vom April 2014 (Abweichung in Klammern): Mittl. Relative Feuchte 79 % (+6 %), Mittl. Luftdruck 1014,7 hPa (+0,4 hPa), Mittl. Windgeschwindigkeit 9,0 km/h, Summe Niederschlagsdauer 66 Std..

 

 

 


 

 

 

Rollstuhlgruppe besucht Wetterstation

 

[26. April 2014]

 

Rolligruppe26042014Eine 7-köpfige Rollstuhlgruppe mit Teilnehmern aus Mettingen und Umgebung war am heutigen Nachmittag zu Gast an der ARD-Wetterstation Mettingen-Schlickelde.

 

Trotz des durchwachsenen Wetters ließen sich die Besucher etwa eineinhalb Stunden lang in die Geheimnisse der Wettermesstechnik einweihen und erfuhren zahlreiche Fakten über die tägliche Arbeit an der Wetterstation und den Rest des größten private Messnetzes Europas des Wetterdienstes “Meteogroup”.

 

 

 


 

 

 

März 2014: Deutlich zu warm, sehr trocken und sonnig

 

[02. April 2014]

 

Der erste Frühlingsmonat des Jahres ist Geschichte. Wie seine klimatologische Bilanz aussieht, wollen wir im folgenden nochmal etwas genauer beleuchten.

 

TempDia0314Mit einer Monatsmitteltemperatur von 7,7°C lag das Temperaturniveau im März 2014 insgesamt um 2,2 K über dem vieljährigen Normalwert (1981-2010: 5,5°C). Mit Ausnahme einer kurzen Witterungsperiode vom 23. bis 28.03. fielen alle Tage wärmer aus, als es die entsprechende 30jährige Normkurve vorgibt. Die höchste Tagesmitteltemperatur erreichte der 20. März. Mit einem 24 Stunden-Durchschnitt von 14,7°C erreichte dieser Tag eine Abweichung von fast 9 Grad und ziemlich genau das normale Temperaturniveau von Ende Mai! Selbst um Mitternacht wurden nachfolgend an jenem Tag auf dem Schlickelder Messfeld noch Lufttemperaturen von knapp 16°C gemessen! Die absolute Monatshöchsttemperatur wurde allerdings bereits am 9. März mit beeindruckenden 22,7°C erreicht ... der zweihöchste seit Messbeginn 1991 jemals in einem Monat März beobachtete Wert. Auf der anderen Seite sank das Quecksilber im März aber immerhin auch elf mal noch unter den Gefrierpunkt (Frosttage), am weitesten am 6.3. mit -2,8°C Tiefsttemperatur. Das absolute Erdbodenminimum (5cm) wurde dagegen am 13. März mit -7,6°C erreicht. Vom Prädikat eine “Eistages” mit 24stündigem Dauerfrost waren im März alle Tage weit entfernt.

 

NiedDia0314Fast schon rekordverdächtig gestalteten sich die Niederschlagsverhältnisse im März 2014 ... es war viel zu trocken! Mit einer monatlichen Gesamtsumme von 26,6 Litern pro Quadratmeter fielen nur etwa 40 Prozent der üblicherweise zu erwartenden Niederschlagsmenge (1981-2010: 67 Liter/m²). Auffällig dabei: Fast die gesamte Monatsmenge verteilte sich allein auf den Zeitraum vom 15. bis 23.03.. 22 von 31 Tagen blieben dagegen mit Mengen von weniger als 0,1 L/m² weitgehend trocken, darunter praktisch die gesamte erste Monatshälfte. Dennoch schaffte es der 19. März immerhin auf einen 24 Stunden-Wert von 8,8 Litern. Die maximale Niederschlagsrate wurde in der nacht vom 18. auf den 19.03. mit 1,5 L/m² innerhalb von zehn Minuten erreicht. Schneefall oder gar die Ausbildung einer Schneedecke wurde im März nicht beobachtet.

 

SonnDia0314Eigentlich kein Wunder, dass der März derart trocken ausfiel ... schien doch schließlich fast immer die Sonne! Diesen Eindruck könnte man bei der Auswertung der Sonnenscheindaten der letzten 31 Tage gewinnen. Mit einer Gesamtsonnenscheindauer von sage und schreibe 188 Stunden verzeichnete die Sensorik auf dem Schlickelder Messfeld ein sattes Sonnenplus von 72 Prozent gegenüber dem Normalwert (1981-2010: 109 Stunden) und erreichte damit sogar den Wert eines normalen Monats August. Am meisten auf die heimischen Solarzellen gab es dabei am 29.03. mit insgesamt 11,2 sonnigen Stunden. Am durchweg fast wolkenlosen 9. März wurden mit 10,9 Stunden sogar über 96 Prozent der an jenem Tag astronomisch maximal möglichen Sonnenscheindauer erreicht! Die letzten fehlenden Prozente sind messtechnisch sowie standortbedingt. Ganz ohne Sonne blieben nur zwei Tage (16. und 18.03.).

 

Die weiteren Monatsdaten im Kurzüberblick: Mittl. Relative Feuchte 76 % (-2 %), Mittl. Luftdruck 1016,8 hPa (+2,0 hPa), Mittl. Windgeschwindigkeit 9,8 km/h, Summe Niederschlagsdauer 38 Std..

 

 

 


 

 

 

Winter 2013/2014 fiel auf einen Sonntag

 

[21. März 2014]

 

Forsythienblüte im Februar, frühsommerliche 23 Grad Anfang März, fast kein Schnee ... Mettingen erlebte in dieser Saison einen der wärmsten Winter seit es klimatologische Aufzeichnungen aus unserer Region gibt. Nachdem der Winter für die Wetterfrösche bereits am 1. März zuende ging und sich nun auch auf dem Kalender endgültig verabschiedet hat, werfen wir hier nochmals einen bilanzierenden Blick zurück auf den Witterungsverlauf der vergangenen Wochen und Monate im Tüöttenstädtchen.

 

11012014Noch wenig zu erahnen vom ungewöhnlichen weiteren Verlauf war zu Beginn des Winters. Gleich der Nikolaustag brachte im Einflussbereich von Orkantief “Xaver” einen vielversprechend winterlichen Einstand. Schneeschauer überquerten sturmgepeitscht das Mettinger Land und legten, bei allerdings durchweg positiven Temperaturen, zumindest kurzzeitig einen vergänglichen, zarten weißen Hauch über die Landschaft. Doch dieses kleine “Wintermezzo”, es blieb nur kurz und wich schon wenig später wieder milden Luftmassen, die gleich die gesamte zweite Dezemberhälfte zum Teil drastisch zu mild ausfallen ließen und das Thermometer ausgerechnet am Heiligabend auf ein Tagesmittel von 11°C hinauftrieben. Ein Wert, der ziemlich genau dem normalen Temperaturniveau Ende April entspricht! (Foto: Spektakuläres Abendrot am Abend des 11. Januar.)

 

Wenig Änderung auch in der ersten Januarhälfte. Eine ausgesprochen starke Tiefdrucktätigkeit über Westeuropa, die dort immer wieder für heftige Orkanentwicklungen mit teils schweren Sturmfluten an den britischen, französischen und portugiesischen Küsten sorgte, pumpte mit einer kräftigen Süd- bis Südwestströmung fortwährend sehr milde Luftmassen zu uns. Insbesondere die ersten 10 Januartage wurden so zu einer der mildesten ersten Januardekaden, die es in den letzten Jahrzehnten hierzulande gegeben hatte. An gleich sechs Tagen stiegen die Höchsttemperaturen über 10°C, dreimal sogar auf Werte um 12°C! Zwar folgte danach eine leichte Abkühlung, bis zum 20.1. blieben die Temperaturen jedoch 09032014weiterhin über dem Niveau eines durchschnittlichen Monats Januar. Erst in der letzten Januarwoche fielen die Werte dann deutlich ab und im Einflussbereich polarer Meeresluft setzten in den Abendstunden des 25. Januar kräftige Schneefälle ein, die bei Temperaturen nun deutlich im Frostbereich durchweg liegenblieben. Der nächste Tag: Mettingen ... ein Wintermärchen! Vier bis fünf Zentimeter Schnee, frostige Temperaturen bis -6°C und zeitweilige Flocken lockten zu einem sonntäglichen Winterspaziergang ins Freie. Doch schon am Abend, nach nicht einmal 24 Stunden, läutete gefährlicher Eisregen und eine nachfolgende Milderung einen erneuten Wetterwechsel ein. Schnee fiel bis zum Winterende keiner mehr. Der Winter 2013/2014 ... er fiel auf einen Sonntag! (Foto rechts: Voll erblühte Forsythien am 9. März.)

 

Auch der Februar setzte das unwinterliche Werk seiner beiden Vorgänger nahtlos fort: Mit Ausnahme des 3.2. durchweg teils drastisch zu mild, erste “Frühlingsgefühle” bei bis zu fast 15°C am 24. und 25.2. und der vielleicht früheste Beginn der Forsythienblüte seit Jahrzehnten am 26. Februar. Knapp sieben Wochen früher als noch im Vorjahr! Fast schon eine logische Folgerung, dass der Frühling im März dann voll durchstartete. Fast schon frühsommerliche 23 Grad bereits in den ersten zwei Märzwochen in Mettingen, das hatte es zuvor noch nie gegeben. Ein Temperaturniveau, normalerweise typisch für Mitte Mai! Gleich reihenweise purzelten in jenen Tagen zum Teil uralte Temperaturrekorde für die erste Märzdekade (1.-10.3.) in Deutschland. Sonnenbad im T-Shirt, Grillabend auf der Terrasse, Eis essen im Straßencafé ... so früh und so frühsommerlich im Jahr gab es das noch nie.

 

Winterbilanz1+Der Winter 2013/2014, schlussendlich war er mit einem Jahreszeitenmittel von 5,13°C (normal wären etwa 2,4°C) nachweislich der viertwärmste , den das Münsterland in den letzten mindestens 60 Jahren erlebt hat. Lediglich die Winter der Jahre 1974/75, 2006/07 und 1989/90 waren noch milder. Mancherorts, so zum Beispiel in der Kölner Innenstadt, wurd im gesamten Winter kein Frost beobachtet. Auch in Mettingen blieb die Anzahl der Frosttage (Tiefsttemperatur unter 0°C) mit 19 äußerst mager. In durchschnittlichen Jahren sind es mehr als doppelt so viele. Auch der absolute Tiefstwert des Winters blieb mit -6,0°C am winterlichen 26. Januar ungewöhnlich gemäßigt.

 

Im nebenstehenden Diagramm sind die täglichen Tagesmitteltemperaturen (01.12.13-15.03.14) als Abweichungen von der vieljährigen  Normalkurve der 1981-2010 (schwarze Kurve) dargestellt ... positive Abweichungen als rote, negative als blaue Balken. Deutlich ist zu sehen, dass es nennenswert zu kalte Tage (blaue Balken) fast nur zwischen dem 3. und 13.12. sowie vom 20. bis 31. Januar 2014 gab. Am 7.1. erreichte die Temperaturabweichung sogar fast 10 Grad (10,8°C/1,2°C)!

 

Rückschlüsse auf den weiteren Verlauf des Frühlings oder gar des Sommers sind aus der diesjährigen Winterbilanz allerdings nicht ableitbar. Und hoffentlich heißt es am Ende nich auch noch: “Der Sommer 2014 fiel auf einen Sonntag.”

 

 

 


 

 

 

Rekord für erste März-Dekade - Platz 2 März gesamt

 

[09. März 2014]

 

090314Mit einer ungewöhnlich warmen Höchsttemperatur von 22,7°C wurde heute an der Wetterstation Mettingen-Schlickelde ein neuer, sehr deutlicher Temperaturrekord für die erste März-Dekade (01.-10.03.) aufgestellt. Der alte Spitzenwert, gemessen am 10.03.1997 mit 18,9°C, wurde damit gleich um fast 4 Grad (!) überboten. Und mehr noch: Obwohl das Strahlungsangebot und folglich auch die Temperaturkurve im Verlaufe eines Monat März im Allgemeinen kräftig ansteigen, die Spitzenwerte im vieljährigen Mittel also üblicherweise erst Ende des Monats erreicht werden, schaffte es der heutige 9. März trotzdem sogar auch noch auf Platz 2 der höchsten März-Temperaturen überhaupt seit Messbeginn im Mai 1991! Rekordhalter ist und bleibt hier weiterhin der 30.03.1998 mit 23,9°C.

 

Ein in jeder Hinsicht außergewöhnlicher Frühlingstag also, der heute gleich scharenweise Spaziergänger und Radfahrer ins Freie lockte. Doch Vorsicht ... die derzeitige Luftmasse ist extrem trocken (18 % rel. Feuchte am Nachmittag), so dass die Luft auch in den kommenden Nächten stark auskühlen kann. In ungünstigen Lagen können die Werte dabei fast bis auf 0°C (2m) bzw. in Bodennähe bis auf -5°C absinken. Empfindliche Pflanzen sollten daher nachts wieder ins Haus geholt werden.

 

 

 


 

 

 

Februar 2014: Extrem mild, viel Sonne, normale Niederschläge

 

[05. März 2014]

 

Ein milder Dezember, ein ebenso milder Januar und auch der Februar, soviel sei bereits vorweg genommen, setzte das verrückte Werk seiner beiden Vorgänger fort ... ja legte sogar noch eine Schüppe drauf. Hier der Rückblick auf den letzten Wintermonat der Saison im Einzelnen:

 

TempDia0214Gemittelt über alle 28 Tage schaffte es der Februar 2014 auf eine Monatsdurchschnittstemperatur von sage und schreibe 6,1°C, erreichte damit sogar ein typisches “Mitte-März-Niveau” und ein gewaltiges Plus von 3,7 K gegenüber der Vergleichsperiode 1981-2010 (2,4°C). Verglichen mit dem alten Normalwert der Jahre 1961-1990 lag die Abweichung sogar bei +4,3 K. Mit nur einer einzigen, ganz knappen Ausnahme (03.02.) lagen alle Tagesmittelwerte zum Teil sehr deutlich über der Normkurve 1981-2010 (siehe Diagramm). Fast noch beeindruckender: Im gesamten Monat gab es lediglich drei (!) Frosttage, deren Tagestiefs es nur bis maximal -2,6°C herab schafften, gleichzeitig das absolute Monatsminimum (03.02.). Auf der anderen Seite wurden an neun von 28 Tagen Tageshöchstwerte von mehr als 10°C erreicht. Am höchsten hinauf kletterte das Quecksilber am 24. und 25. Februar mit frühlingshaften 14,1 bzw. 14,5°C.

 

NiedDia0214Nichts außergewöhnliches zu vermelden gibt es dagegen bei der Niederschlagsbilanz. Mit einer monatlichen Gesamtsumme von 57,3 Litern pro Quadratmeter wurde das vieljährige Mittel praktisch genau getroffen (1981-2010: 57 L/m²), so dass der Februar 2014 schlussendlich als niederschlagsmäßig ausgeglichen gelten darf. Ungleichmäßig fiel jedoch die Verteilung über den Monat aus. So fiel die Hälfte der Monatssumme allein am 21. und 7.02., mit 19,3 Litern innerhalb von 24 Stunden gleichzeitig der mit Abstand nasseste Februartag. Immerhin neun von 28 Tagen blieben mit weniger als 0,1 L/m² dennoch weitgehend trocken. Die maximale Niederschlagsrate wurde am 21. Februar zwischen 12.30 und 12.40 Uhr mit 1,6 Litern pro m² innerhalb von 10 Minuten während eines kräftigen Graupelschauers erreicht. Schneefälle wurden aufgrund der meist viel zu milden Luftmassen im Februar 2014 keine beobachtet.

 

SonnDia0214Alles andere als beschweren konnten wir uns auch bei der Sonnenausbeute im letzten Monat des Winters 2013/2014. Mit insgesamt 87,7 sonnigen Stunden verzeichneten die Schlickelder Strahlungsmessgeräte ein sattes Plus von 20 Prozent gegenüber der vieljährigen Norm (1981-2010: 73 Stunden). Das absolute Maximum wurde am 70224. Februar erreicht, an dem uns unser Zentralgestirn zwischen Auf- und Untergang insgesamt 9,4 Stunden verwöhnte. Das entspricht etwa 90 Prozent der maximal an jenem Tag möglichen Sonnenscheindauer und brachte den Schlickelder Solaranlagen immerhin schon wieder einen Energieeintrag von 2,81 kWh pro Quadratmeter ein (horizontale Fläche). Garnicht sehen ließ sich die Sonne nur an vier Februartagen. (Foto rechts: Ein Wetter wie im 7. Himmel? - Aufgenommen von Wolfgang Meuter (Windmühlenweg) am Morgen des 22.02.)

 

Die weiteren Monatswerte in der Zusammenfassung: Mittl. Relative Feuchte 80 % (-1 %), Mittl. Luftdruck 1005,3 hPa (-10,6 hPa), Mittl. Windgeschwindigkeit 12,6 km/h, Summe Niederschlagsdauer 89 Std..

 

 

 


 

 

 

Frühstart Forsythienblüte: 46 Tage früher als 2013

 

[25. Februar 2014]

 

Forsythie250214Gemerkt haben wir es ja irgendwie alle ... der Winter 2013/2014, er war eigentlich garkeiner! Jetzt spiegelt sich der ungewöhnliche Witterungsverlauf der vergangenen Wochen und Monate auch eindeutig in der Natur wieder. Nur zehn Tage nach den letzten Schneeglöckchen öffneten sich heute bei frühlingshaften Temperaturen von fast 15°C an einem etwas geschützten Standort in unmittelbarer Nachbarschaft zur Wetterstation die ersten vier Forsythienblüten ... und das sage und schreibe 46 Tage (!) früher als im vergangenen Jahr (12. April), in dem wir bekanntlich von einem recht hartnäckig langen Winter gepeinigt worden waren.

 

Der Beginn der Forsythienblüte markiert in der Phänologie per Definition den Beginn des sogenannten “Erstfrühlings” und wird im vieljährigen Mittel der Jahre 1971-2000 in unserer Region üblicherweise etwa um den 20. März herum beobachtet. In Ibbenbüren (Beobachtungsreihe 1954-1997) wurde der absolute Rekord für die früheste Forsythienblüte im Jahre 1975 aufgestellt, als das erste Gelb bereits am 17. Februar erstrahlte.

 

Von der Forsythienblüte bis zu Apfelblüte (Vollfrühling) dauert es im Deutschland-Mittel rund einen Monat. Wenn die Witterung keine Kapriolen mehr schlägt, wie z.B. im sehr kalten vergangenen Frühjahr, dann könnte der Vollfrühling möglicherweise also schon Ende März Einzug halten im Mettinger Land. Aber bis dahin kann noch viel passieren ...

 

 

 


 

 

 

Januar 2014: Sehr mild, sonniger und trockener als normal

 

[02. Februar 2014]

 

Recht kalt und nasser als normal, das war der meteorologische Januar in Mettingen ... im letzten Jahr. Wie aber sah es dieses Mal aus? Wieder ein “Kaltstart” ins neue Jahr? Blicken wir an dieser Stelle nochmal auf den Januar 2014 zurück.

 

TempDia0114Mit einer Monatsmitteltemperatur von Punkt 4,0°C lagen die ersten 31 Tage des neuen Jahres um 1,9 K über dem vieljährigen Normalwert von 2,1°C (1981-2010) bzw. sogar satte 2,7 K über dem alten Klimamittel der Jahre 1961-1990. Insbesondere in der ersten Monatshälfte lagen die Tagesmittel, mit einer Ausnahme (12.01.), durchweg zum Teil weit oberhalb der Vergleichskurve (1981-2010) ... am 7. Januar sogar um fast 10 K! Selbst um 21 Uhr abends zeigte das Thermometer an jenem Tag noch einen Wert von knapp 12°C. Ganz besonders mild verliefen die ersten eineinhalb Wochen des Monats. An sieben von neun Tagen stiegen hier die Temperaturen auf Tagesmaxima von über 10°C. Am 6. Januar sogar bis auf einen Monatshöchststand von 12,1°C. Frosttage mit Tagesminima unter 0°C wurden im Januar nur 11, Eistage (Maximum < 0,0°C) ganz knapp nur ein einziger registriert (29.01. / -0,1°C). Der absolute Tiestwert wurde am 26. Januar mit -6,0°C erreicht.

 

NiedDia0114Er war aber nicht nur deutlich zu mild, der erste Monat des neuen Jahres, sondern auch trockener als üblich. Mit einer Gesamtniederschlagsmenge von 61,6 Litern pro Quadratmeter fiel gut ein Fünftel weniger Wasser vom Himmel als in einem durchschnittlichen Januar (1981-2010: 79 L/m²). Auf die größte Tagesmenge brachte es der 27.01. mit insgesamt 9,9 Litern binnen 24 Stunden, die maximale Niederschlagsrate wurde mit 3,5 L/m² innerhalb von 10 Minuten dagegen schon am 3. Januar während einer kräftigen Gewitterpassage am Abend gemessen. Weitgehend trocken (< 0,1 L/m²) blieben neun Tage. Schnee fiel nur in den Abendstunden des 25. sowie geringfügig noch am 26.01., dem gleichzeitig einzigen Tag des Monats (und bisherigen Winters) mit einer ganztägig geschlossenen Schneedecke (4cm).

 

SonnDia0114Über zu wenig Sonne konnten sich die Mettinger, im Gegensatz zu den extremen Verhältnissen des Vorjahres, in diesem Januar kaum beschweren. Insgesamt verwöhnte uns unser Zentralgestirn 52,5 Stunden lang. Das entspricht einem Plus von 9 Prozent gegenüber der vieljährigen Norm (1981-2010: 48 Stunden). Am meisten Sonnenschein bescherte uns der 28.01. mit genau 481,2 Minuten, das entspricht über 91 Prozent der astronomisch an diesem Tag maximal möglichen Sonnenscheindauer. Ziemlich düster fielen dagegen insgesamt 10 Tage aus, an denen die Wolkendecke komplett dicht blieb.

 

 

Die weiteren Monatswerte in der Zusammenfassung: Mittl. Relative Feuchte 88 % (+3 %), Mittl. Luftdruck 1007,4 hPa (-8,0 hPa), Mittl. Windgeschwindigkeit 12,5 km/h, Summe Niederschlagsdauer 86 Std..

 

 

 


 

 

Abendliche Schneefälle: 4cm Neuschnee

 

[25. Januar 2014]

 

26012014Winterjasmin+03Lange haben wir auf ihn warten müssen ... jetzt ist er auch im Mettinger Land angekommen: Der Winter. Nachdem die Temperaturen nach ungewöhnlich milden Wochen in den letzten Tagen zum Teil auch tagsüber im Frostbereich verharrten, setzten um etwa 20.15 Uhr in den heutigen Abendstunden teils intensivere Schneefälle ein. Bereits um 23 Uhr konnte so aus Schlickelde eine Schneedecke von 4 Zentimetern vermeldet werden.

 

Update 26.01.2014 (7 Uhr) - Einige aktuelle Schneehöhen aus der Region: Alfhausen 6cm / Hörstel 5cm / Mettingen-Schlickelde 4cm / Westerkappeln 4cm / Lingen 4cm / Greven 3cm / Belm 3cm / Fürstenau 2cm / Münster <1cm / Ahaus 0cm.

 

 

 


 

 

Dezember 2013: Sehr mild, trockener und sonniger als normal

 

[05. Januar 2014]

 

Fünf Tage ist das neue Wetterjahr nun alt ... höchste Zeit nochmals auf die letzten 31 Tage des Jahres 2013 zurückzublicken. Was brachte uns der Dezember 2013?

 

TempDia1213Gemittelt über alle 744 stündlichen Temperaturwerte zwischen dem 1. und 31.12. ergibt sich ein Monatsdurchschnitt von genau 5,3°C. Mit diesem Wert fiel der Dezember 2013 um sehr deutliche 2,5 K wärmer aus, als es das vieljährige Mittel für unseren Ort vorgibt (1981-2010: 2,8°C). Verglichen mit dem alten Referenzwert der Normalperiode 1961-1990 ergibt sich sogar ein Temperaturüberschuss von 2,7 K. Während zwischen dem 2. und 7.12. sowie vom 11. bis 13.12. einige “zu kalte” Tage registriert wurden, verlief die Temperaturkurve an allen anderen Tagen zum Teil deutlich oberhalb jener des 30jährigen Mittels. Die gesamte zweite Monatshälfte war durchweg zum Teil sehr markant zu mild. Ausgerechnet am Heiligabend erreichte die 24stündige Mitteltemperatur sogar einen Wert von sage und schreibe 11,0°C. Das sind mehr als 8 Grad über der vieljährigen Norm und entspricht ziemlich genau dem normalen Temperaturniveau eines Tages Ende April! Auch die absolute Höchsttemperatur des Monats wurde mit 12,4°C am 24.12. erreicht. Frost gab es zwar auch im Dezember 2013, allerdings nur an ganzen fünf Tagen ... und das auch nur bis zu einem absoluten Tiefststand von gerade einmal -3,0°C! Eistage mit 24stündigem Dauerfrost traten überhaupt keine auf.

 

NiedDia1213Unterdurchschnittlich blieben dagegen die Niederschlagsverhältnisse im letzten Monat des Jahres. Mit einer Gesamtmenge von 66,2 Litern pro Quadratmeter registrierten die Schlickelder Messgeräte ein Niederschlagsminus von immerhin 16 Prozent gegenüber der vieljährigen Norm (1981-2010: 79 L/m²). 16 Liter davon fielen allein binnen 24 Stunden am ersten Weihnachtstag, genauer gesagt in der Nacht vom 24. auf den 25.12.. Ähnlich nass gestaltete sich der 28.12.. Weitgehend niederschlagsfrei blieben dagegen insgesamt neun Tage (<0,1 L/m²). Der erste und einzige Schneefall im Dezember 2013 wurde am Nikolaustag (6.12.) beobachtet, gleichzeitig auch der erste nennenswerte Schneefall des gesamten Winters 2013/2014. Mehrere durchziehende Schneeschauer brachten es aber jeweils nur für kurze Zeit auf Schneehöhen bis maximal einem Zentimeter, bevor rasch alles wieder wegtaute. Die maximale Niederschlagsrate wurde am 5. Dezember mit 1,0 L/m² innerhalb von 10 Minuten erreicht.

 

SonDia1213Recht positiv fällt die Sonnenscheinbilanz des Dezembers aus. Insgesamt strahlte unser Stern immerhin 44,5 Stunden lang unbewölkt vom Mettinger Himmel. Klingt nach einer eher mageren Ausbeute, entspricht aber dennoch einem Plus von 14 Prozent gegenüber den Normalverhältnissen in diesem “dunkelsten” Monat des Jahres (1981-2010: 39 Stunden). Als sonnigster Tag ging mit insgesamt 6,3 Sonnenstunden gleich der 3.12. in die Monatsstatistik ein, das entspricht über 78 Prozent des astronomisch an diesem Tag maximal möglichen Wertes. Andererseits zeigte sich aber auch an insgesamt 15 Tagen kein einziger Sonnenstrahl.

 

Die weiteren Monatswerte im Überblick (Abweichung in Klammern): Mittl. Relative Feuchte 88 % (+2 %), Mittl. Luftdruck 1017,7 hPa (+3,0 hPa), Mittl. Windgeschwindigkeit 12,4 km/h, Summe Niederschlagsdauer 100 Std..

 

 

 


 

 

“Sommerlicher” Start ins Wetterjahr

 

[03. Januar 2014]

 

Das neue Wetterjahr 2014 ... es beginnt ungewöhnlich. Nach milden Temperaturen bis 11°C überquerte in den frühen Abendstunden eine kräftige Gewitterlinie NRW und auch unser Tüöttenstädtchen. So brachte die verblüffend “sommerlich” anmutende Gewitterfront neben zahlreichen heftigen Entladungen zwischen 19.30 und 20.00 Uhr insgesamt 6,2 Liter pro Quadratmeter, einen Temperatursturz von knapp 11 auf 5°C, kurzzeitigen Graupel sowie Sturmböen bis 78 km/h. Über mögliche Schäden im Mettinger Gemeindegebiet wurde zunächst nichts bekannt.

 

Schlimmer erwischt wurden zuvor dagegen die Regionen am Niederrhein, im Westmünsterland sowie im Ruhrgebiet. In Issum am Niederrhein wurden Orkanböen bis 119 km/h registriert, in Unna waren es 100 km/h und in Legden (Kreis Borken) immerhin noch 98 km/h. Aus den südlichen Niederlanden traf sogar die Meldung einer Tornadosichtung ein. Diese ist bis auf weiteres allerdings unbestätigt.

 

Auch in den kommenden Tagen ist keine durchgreifende Änderung Richtung Winterwetter in Aussicht. Im Gegenteil: Vor allem am Montag (6.1.) sind Spitzentemperaturen bis 13°C möglich.

 

 

 


 

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